Fotos aus dem Tensfelder Moor

Ruth Severin, Bad Segeberg

Fotos aus dem Tensfelder Moor

Wie allgemein bekannt, waren große Teile Schleswig-Holsteins von Mooren bedeckt, die besonders im 19. Und 20. Jahrhundert teils großflächig abgetorft und zu landwirtschaftlichem Feuchtgrünland und Ackerflächen sowie Bauland umgewandelt wurden. Die Moore wurden dadurch degradiert und es gingen viele hochspezialisierte Arten verloren. Einige Reste ehemaliger Hochmoore wurden,- besonders in den letzten 30 Jahren aber auch in jüngster Zeit – wieder vernässt.

An weitgehend störungsfreien Stellen, selbst kleinster Tümpel,Moor-sowie Feuchtheideflächen finden sich interessante bekannte und weniger bekannte Tiere und Pflanzen in unserer Region.

Hier seien unter anderem einige „ Juwelen im Kleinen“ vorgestellt, die teilweise übersehen werden. Wie immer gilt der alte Spruch: man sieht ( und schützt!) nur, was man kennt.

Schmalblättriges Wollgras

Wächst auf Moorböden und in flachen Sümpfen. Die weißen federartigen Stände sind die Früchte, nicht die Blüten, wie vielfach angenommen.


 

Die Brutvorkommen des Kranichs haben in den letzten Jahren bei uns zugenommen. Nester im Wasser und an unzugänglichen Stellen in Sümpfen zum Schutz gegen Feinde wie z.B. Füchse.

Die Schlangenwurz überzieht teils flächendeckend Moorweiher und Wassergräben.


Silberfleckbläuling ( Argus) benötigt unter anderem Besenheide für seine Vermehrung.


Feld-Sandlaufkäfer.
Hübscher grüner, sehr scheuer Räuber auf Sand und auf Heideflächen in Mooren.


Brombeer-Zipfelfalter.
Vermehrt sich keineswegs auf Brombeere, sondern sehr gerne auf Besenginster und Hornklee, auch Sumpfhornklee.


Nordische Moosjungfer 8hier ein Weibchen)

Erscheint sehr früh im Jahr an Tümpeln, oft im Moor.


Gerandete Jagdspinne mit ihren Jungspinnen.

Unsere größte Spinne, jagt auf bewachsenen Wasserflächen.


Gemeine Binsenjungfer, ein sogenanntes Paarungsrad.


Der Wasserschlauch fängt in Fangblasen Kleininsekten aus nährstoffarmem Wasser.


Schwarze Heidelibelle, ein Männchen. Nicht selten an Kleingewässern, regelmäßig in Mooren.