Heidmühlen


Heidmühlen

Treffpunkt war am 7. Juni 2011 an der Kapelle. Nachdem eine Trauergemeinschaft das Gotteshaus verlassen hatte, nahmen alle 70 Teilnehmer Platz. Klaus Gröhn stimmte das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ an und alle sangen kräftig mit. Hans Mehrens und Annemarie Kröger stellten die Kapelle vor und erzählten aus der Zeit, als die Heidmühler noch nach Großenaspe zur Kirche mussten.

 

Annemarie Kröger erzählt aus der Kirchengeschichte von Heidmühlen

Zu Fuß ging es zur Wassermühle, die bei laufendem Wasserrad durch den Besitzer Prof. Hoppe vorgestellt wurde. In einer noch vorhandenen Urkunde wird die Wassermühle erstmals im Jahre 1224 erwähnt. Als im Jahre 1490 das Herzogtum geteilt wurde, ergab es sich, dass die Grenze Heidmühlen teilte. Die Osterau, die mitten durch Heidmühlen fließt, bildete die Grenze. Der nördliche Teil wurde dem Herzogtum Gottorf zugesprochen und der südliche Teil dem Amt Segeberg, das königlich war. Diese Teilung bewirkte, dass der nördlich von der Osterau liegende Ortsteil „Mühlenholz“ von Neumünster regiert wurde und der südliche Teil von der Siegesburg aus. Das Dorf Heidmühlen wird erstmals 1606 erwähnt.

 

 

Das Mühlrad ist vor ein paar Jahren überholt worden.  Durch den Stau der Osterau fällt das Wasser mit Getöse auf das Mühlenrad.

Die Schweden zerstören die Wassermühle im Jahr 1643. Sie wird 1773 zu einer Erbpachtmühle; zu ihr gehören 109 ha Land. Die Bauern aus der Umgebung hatten die Kornmühle als Zwangsmühle aufzusuchen. Dann ging es in langer Autokolonne nach Glashütte im Segeberger Forst, wo uns OFR Harald Nasse empfing. Nachdem er über Verwaltung und Historie des Segeberger Forstes berichtet hatte, ging es in das 42 Ha große Waldstück, das als Urwald ausgelegt ist und zwischenzeitlich auch schon den Charakter eines Urwaldes zeigt. Über nicht endende Waldwege ging es zum Holmsbarg mit seinen beeindruckenden Abhängen, die das Urstromtal nach der letzten Gletscherschmelze hinterließ.

 

Bei Familie Greve/Klein wurde es sportlich. Herr Klein ist nominiert für die deutschen Meisterschaften im Timbersport und führte uns in sein Trainingsprogramm ein.

Dann ging es zu Kaffee und Kuchen zum Klint. Petra Wede und Frau Kim-Guse erzählten von der Dreschgemeinschaft Heidmühlen und ich zeigte noch einige Fotos. Beide Veranstaltungen wurden von den Teilnehmern mit viel Lob bedacht und von der Presse gewürdigt.