Reise des Heimatvereins nach Dessau – Rosslau in Sachsen-Anhalt

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Reise des Heimatvereins nach Dessau-Rosslau

Reise des Heimatvereins nach Dessau – Rosslau in Sachsen-Anhalt
vom 10.09. – 14.09.2017

Unsere diesjährige 5-tägige Reise begann am Sonntag um 08.00 Uhr bei Firma mit-reisen. Am ZOB nahmen wir noch einige Mitreisende auf, dann sind wir mit 37 Teilnehmern komplett. Das erste Highlight war ein schönes Frühstücksbuffet im Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe. Weil heute der Tag des offenen Denkmals war, konnten wir auch die gegenüberliegende Burg noch von innen besichtigen. Dann ging es weiter mit einigen Staus auf der Autobahn und mit Umwegen zu unserem Hotel, wo wir um 17.00 Uhr eintrafen.

 

Unser Hotel in Dessau

Nach dem gemeinsamen Abendessen verbrachten wir den Abend mit einem Spaziergang in Dessau oder auch in netter Runde bei einem Getränk.

Am Montag begann unsere 2-stündige Rundfahrt durch Dessau. Die Reiseleiterin, Frau John, dirigierte unseren Bus geschickt durch die engen Gassen der Stadt und informierte sachkundig über die Geschichte der drittgrößten Stadt in Sachsen –Anhalt sowie auch der neuzeitlichen Entwicklungen. Auch das Bundesumweltamt - welches nach der Wende in Dessau eingerichtet worden ist - am Wörlitzer Bahnhof wurde nicht ausgelassen.

Nach der Mittagspause ging es dann zur Führung in das Bauhaus. Aufgeteilt in 2 Gruppen wurden wir durch das Gebäude und die in der unmittelbaren Nähe liegenden Meisterhäuser geführt. Dabei wurden uns die Einstellung und Denkweise des Architekten Walter Gropius anhand der Bauwerke sehr anschaulich nähergebracht. Eine beeindruckende Geschichte….


Bilder des wiederaufgebauten Originals


Ein Meisterhaus

Weiter ging es zum letzten Punkt des Tages. „Zur Ferropolis - der Stadt aus Eisen“. Es handelt sich um eine stillgelegte Grube für die Braunkohleförderung im Tagebau. Heute ein Industriedenkmal und Museum. Umgebaut zu einer Arena für 25.000 Besucher. Rundherum stehen die riesigen Bagger als Denkmal. Einen davon haben wir bestiegen und wurden mit einem fantastischen Blick auf das Gelände und der zu einem See gefluteten Grube belohnt. Die Führung durch das Gelände übernahm ein langjähriger Bergmann, der zur DDR-Zeiten auch dort verantwortlich gearbeitet hat. Er hat die Geschichte und die Ereignisse dort sehr anschaulich und auch lustig und engagiert vermittelt. Begeistert fuhren wir dann zurück zu unserem Hotel.


Führung durch die ehemalige Tagebaugrube


Einer der riesigen Bagger

Nach dem Abendessen statteten wir einem örtlichen Heimatverein noch einen Besuch ab. In deren Museum begeisterte vor allem die Junkersausstellung.


Die Ausstellung

 

Dienstag ging es nach dem Frühstück, um 08.30, Uhr zur Lutherstadt Wittenberg. Dort angekommen, starteten wir zur 2-stündigen Stadtführung mit Besichtigung des Lutherhauses und der Stadtkirche. Es war sehr viel Tourismus in der Stadt. 2017 ist die Reformation 500 Jahre alt. Ein Ereignis welches mit großen Veranstaltungen gefeiert wurde.

Nach einer Mittagspause wurde die Stadtführung mit dem Besuch der Cranachhöfe und der Thesentür fortgesetzt. Es gab so manchen Aha-Effekt, wie die Menschen zu dieser Zeit dort gelebt haben und welche Lebensumstände sie begleiteten.


Innenbereich Cranachhöfe


Die Thesentür

Zum Abschluss dieses Tages unternahmen wir eine 2-stündige Schifffahrt auf der Elbe. Das Kaffeegedeck an Bord hatten wir uns nach den langen Fußmärschen redlich verdient. Wir genossen die schöne Aussicht bei bester Stimmung. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint, es regnete nur selten und wenn, dann saßen wir im Bus. Gegen 18.00 Uhr trafen wir wieder im Hotel ein.


Unser Schiff wartet schon

 

Der Mittwoch wurde der Stadt Leipzig gewidmet. Um 10.30 Uhr nahmen wir unsere Reiseführerin an Bord. Frau Schäuble begann mit der 2-stündigen Stadtrundfahrt. Sie ist allerdings ein besonderes „Exemplar ihrer Gattung“ denn, sie führte uns 2-sprachig – nämlich deutsch und sächsisch – durch die Stadt. Ihre ebenso sachkundigen wie interessanten Erläuterungen begann sie zuerst in sächsischem Dialekt – welches stets zu orkanartigen Lachsalven führte - , anschließend erfolgte die Übersetzung ins Hochdeutsche. Sie berichtete über die historische Entwicklung der Stadt, ergänzt durch die aktuelle Entwicklung. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln.

Nach der individuellen Mittagspause ging es dann weiter mit einem Stadtrundgang durch die Innenstadt. Auch hier hat Frau Schäuble uns in ihrer unvergleichlichen Art die Geschichte und Entwicklung der Stadt und der beeindruckenden Bauwerke erklärt. Ich denke, wir haben alle viel Neues erfahren. Der Rundgang endete am „Coffe Baum“ zum Kaffeetrinken, wo wir unsere Führerin mit großem Applaus verabschiedeten. Anschließend traten wir die Rückfahrt an.

Leipzig am Marktplatz


Hier ging es stielvoll zum Kaffeetrinken.

Dieser letzte Abend ist schon traditionell der Gemeinschaft gewidmet. Nach dem Abendessen sammelten wir uns im Restaurant und es wurden Lieder gesungen, Gedichte und Geschichten vorgetragen und zu fortgeschritten Stunde auch der eine oder andere Witz erzählt. Mit dem Schleswig-Holstein Lied beschlossen wir diesen schönen Abend.

 

Donnerstag ging es nun zurück nach Hause. Wir steuerten auf dem Rückweg noch Wörlitz an und besuchten das Schloss Oranienbaum. Wir erhielten dort noch eine 1-stündige Führung. Dieses Bauwerk der Oranier ist noch sehr restaurierungsbedürftig.


Schloss Oranienburg

Weiter ging es nach Potsdam, wo wir unsere Mittagspause verbrachten und einen kleinen Stadtrundgang auf eigene Faust unternahmen bevor wir die letzte Etappe unserer Heimfahrt antraten.

Um 18.30 trafen wir wieder in Bad Segeberg ein. Eine schöne und interessante Reise in netter Gemeinschaft war zu Ende.

Gerd Zeuner

Fotos: Wolfgang Ahle