Eine Eifel-Fahrt mit Besuchen auch in Maastricht

 
Eine Eifel-Fahrt mit Besuchen auch in Maastricht, Aachen und Köln - 9. bis 13. September 2014 -

Am frühen Dienstagmorgen, 09. September, traten wir mit 38 Reisenden unsere Fahrt in die Eifel nach Monschau, unseren Standort für die Reisezeit, an, wo wir nach langer Fahrt um 18.00 Uhr unser Domizil, das Carat-Hotel, erreichten.


Luftkurort Monschau - Altstadtmotiv an der Rur

In den Vormittagsstunden des nächsten Tages, 10. September, lernten wir unter Führung das mittelalterliche Stadtbild des an der Rur und am Laufenbach gelegenen Luftkurortes Monschau kennen. Das schmucke Städtchen reizt durch seine engen, verwinkelten Gassen zwischen Fachwerkidylle und Bruchsteinbauten.


Reisegruppe, rechts im Hintergrund das „Rote Haus“ in Monschau

Hoch über dem Städtchen thront die imposante Burg aus dem 12. Jahrhundert. Das Wahrzeichen der Stadt ist das prachtvolle „Rote Haus“, ein Symbol der Blütezeit der Tuchmacherindustrie aus dem 18. Jahrhundert; es dient heutzutage als Museum.


Maastricht - Liebfrauenplatz

Nachmittags besuchten wir nach einer interessanten Anfahrt über belgische und niederländische Autobahnen Maastricht in den Niederlanden. Per Rundfahrt durchquerten wir bei ausgezeichneter Führung die rund 122.000 Einwohner zählende Stadt an der Maas.
Die Stadt ist mit ihren Bürgerhäusern (17./18. Jahrhundert) sowie mit modernen Stadtteilen, als Standort einer Universität, von Museen und Kirchen sowie unterschiedlichen Industriebauten insbesondere auch bekannt als Ort der Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Union (07.02.1992).
Wir konnten unseren allgemeinen Stadtüberblick noch durch einen individuellen Spaziergang erweitern. Die Rückfahrt nach Monschau verlief wiederum über Autobahnabschnitte und dann durch die belgische Stadt Eupen sowie durch das Hohe Venn.

Tag drei (11. September) galt der Kaiserstadt Aachen, Deutschlands westlichste Stadt mit ca. 260.00 Einwohnern, nahe der belgischen und niederländischen Grenze. Aachen ist eine pulsierende Stadt, deren beherrschendes Bauwerk der Dom, eines der berühmtesten Denkmäler abendländischer Kunst ist; er ist Begräbnisstätte des im Jahre 800 in Rom zum Kaiser gekrönten Karls des Großen (Pfalzkapelle). 2014 wird an sein Sterbejahr (814) erinnert.

 
Aachener Dom

Aachen ist Bischofssitz, Stadt der Wissenschaft mit hoch angesehener Technischer Hochschule (Exzellenz - Uni), großem Klinikum, Stadt internationaler Reiterei (CHIO - Turnier), Industriestandort, „Bad“-Stadt mit zahlreichen Heilquellen, bekannt durch das Gebäck „Aachener Printen“ und nicht zuletzt durch die alljährlich im Krönungssaal des Rathauses stattfindende Verleihung des internationalen Karlspreises an Persönlichkeiten, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.
Nach interessanter Führung im Kern der Stadt verblieb uns noch ausreichend Zeit für Spaziergänge, auch für leibliche Genüsse.

Freitag, 14. September, begaben wir uns bei sommerlichem Sonnenscheinwetter auf einen sehr schönen Ausflug in die nördliche und östliche Eifel. Es ging hinauf auf große bewaldete Flächen, freie Landschaften (500 bis 600 m Höhe) sowie schließlich in die Weinbaugebiete (Rotweinecke). Herrliche postkartenartige Ausblicke taten sich auf. Auffällig waren in einigen Orten mächtige Buschhecken (bis zu 6 m Höhe), die Haus und Hof, Feld und Wiesen vor den zugigen Eifelwinden schützen. Die Streckenführung dort trägt die Bezeichnung Heckenlandroute.


Typische Buchenhecke in Höfen

Wir kamen auf der Rundfahrt u. a. nach Bad Münstereifel (neuerdings Outlet-Zentrum) sowie in die Winzergemeinden Altenahr (Mittagessen), Bad Neuenahr und Ahrweiler. Auf der Weiterfahrt durchfuhren wir den Ort Adenau, kamen in Sichtweite der Nürburg und dann an die frühere Nordkurve der Rennstrecke Nürburgring. Auf dem Streckenabschnitt liegt ein riesiger, vor einigen Jahren besonders aufwendig für Großereignisse errichteter, nun fast brach liegender Gebäudekomplex – großklotzig! Unser Reisebegleiter dieses Tages, ein Monschauer Schulleiter, sprudelte seine außerordentlichen Kenntnisse über Land und Leute nur so heraus. Es war eine Freude, seinen launigen und sehr fundierten Erläuterungen zuzuhören.
Am Abreisetag, Sonnabend, 13. September, steuerten wir den letzten Reiseprogrammpunkt, die Stadt Köln an. Auf dem Weg dorthin erkannten wir auf den Feldern zwischen Monschau und Düren noch immer bestehende Betonteile des Westwalls, genannt „Höckerwall“ aus dem II. Weltkrieg.
In Köln, einer großen Stadt mit rund 965.000 Einwohnern, hatten wir drei Stunden Zeit für eigene kleine Unternehmungen. Dabei stand für uns der Kölner Dom im Mittelpunkt. Ein übermäßiger Touristenstrom im Dom und in der nahen Umgebung zeugte von großem Interesse an diesem Stadtbildausschnitt.
 Nach zügiger Fahrt durch das Industriegebiet des rheinland - westfälischen Raumes, durch das Münsterland, über Bremen und Hamburg kamen wir sehr zufrieden, wenn auch erschöpft um etwa 20.15 Uhr wieder in Bad Segeberg an.
Wir konnten uns gegenseitig bestätigen, dass wir in den fünf Tagen gemeinsamen Erlebens „gut parat gekommen“ waren.

Klaus Stegemann

Kölner Dom - Langhaus