Berichte über .....

Jahresabschluss am 27.11.2015 in Hartenholm

Abschlussveranstaltung in Hartenholm und Struvenhütten

 

Am 27. November, um 18 Uhr trafen sich über 90 Heimatvereinsmitglieder zur Abschlussveranstaltung in der schönen Hartenholmer Kirche. Jeder erhielt zu Beginn der Andacht ein Windlicht aus der Hand von Pastorin Gruber. Die Lichter wurden auf dem Altar abgestellt. In Gedenken und Fürsprache konnte jeder das zu Ende gehende Kirchenjahr Revue passieren lassen. Frau Pastorin Gruber legte in Ihrer Andacht den Schwerpunkt auf   Dankbarkeit im Leben miteinander. Bei der Vorstellung der Kirche, die 1963 unter Pastor Meins erbaut wurde, hob sie die klare Darstellung des Altarbildes mit dem auferstandenen Christus hervor. Klaus Gröhn aus Schackendorf erzählte eine überraschend fröhliche Geschichte auf Plattdeutsch.

 

 

Nach dem Kirchgang ging es mit dem Bus oder PKW nach Struvenhütten zum Gasthaus Gerth. Klaus Stegemann aus Klein Rönnau lobte in seinem Rückblick auf das verflossene Jahr die gelungenen Veranstaltungen wie Busreisen, Dorfbegehungen und die Veranstaltungen der Krinks und der Arbeitsgemeinschaften. Lobende Worte konnte Wirt Bernd Gerth für das schmackhafte Essen verbuchen. Hans Rahlf aus Bad Segeberg ließ in einem Film die schöne Busreise vom 1. bis 5. September ins Erzgebirge Revue passieren.

 

Das neue Jahr wird wohl einige Veränderungen in der ReiseAG des Heimatvereins mit sich bringen. Klaus Stegemann und Elfriede Thierbach stellten nach 12 Jahren ihre Posten als Reiseleiter zur Verfügung. Gerd Zeuner aus Sievershütten und Klaus Richter aus Kisdorferwohld sind die neuen Organisatoren. Sie wollen die Reise AG etwas anders gestalten. Um den 1. Februar herum sollen alle Mitglieder des Heimatvereins den neuen Terminplan erhalten. Unterstützen auch Sie durch ihre Teilnahme als Reiseteilnehmer die Arbeit im Heimatverein.


Zur Andacht in der Hartenholer Kirche

entzündeten alle ein Kerzenlicht und

stellten es auf den Altar.

Ruth Severin, Bad Segeberg

Fotos aus dem Tensfelder Moor

Wie allgemein bekannt, waren große Teile Schleswig-Holsteins von Mooren bedeckt, die besonders im 19. Und 20. Jahrhundert teils großflächig abgetorft und zu landwirtschaftlichem Feuchtgrünland und Ackerflächen sowie Bauland umgewandelt wurden. Die Moore wurden dadurch degradiert und es gingen viele hochspezialisierte Arten verloren. Einige Reste ehemaliger Hochmoore wurden,- besonders in den letzten 30 Jahren aber auch in jüngster Zeit – wieder vernässt.

An weitgehend störungsfreien Stellen, selbst kleinster Tümpel,Moor-sowie Feuchtheideflächen finden sich interessante bekannte und weniger bekannte Tiere und Pflanzen in unserer Region.

Hier seien unter anderem einige „ Juwelen im Kleinen“ vorgestellt, die teilweise übersehen werden. Wie immer gilt der alte Spruch: man sieht ( und schützt!) nur, was man kennt.

Schmalblättriges Wollgras

Wächst auf Moorböden und in flachen Sümpfen. Die weißen federartigen Stände sind die Früchte, nicht die Blüten, wie vielfach angenommen.

 

Die Brutvorkommen des Kranichs haben in den letzten Jahren bei uns zugenommen. Nester im Wasser und an unzugänglichen Stellen in Sümpfen zum Schutz gegen Feinde wie z.B. Füchse.

Die Schlangenwurz überzieht teils flächendeckend Moorweiher und Wassergräben.

Silberfleckbläuling ( Argus) benötigt unter anderem Besenheide für seine Vermehrung.

Feld-Sandlaufkäfer.

Hübscher grüner, sehr scheuer Räuber auf Sand und auf Heideflächen in Mooren.

Brombeer-Zipfelfalter.

Vermehrt sich keineswegs auf Brombeere, sondern sehr gerne auf Besenginster und Hornklee, auch Sumpfhornklee.

Nordische Moosjungfer 8hier ein Weibchen)

Erscheint sehr früh im Jahr an Tümpeln, oft im Moor.

Gerandete Jagdspinne mit ihren Jungspinnen.

Unsere größte Spinne, jagt auf bewachsenen Wasserflächen.

Gemeine Binsenjungfer, ein sogenanntes Paarungsrad.

Der Wasserschlauch fängt in Fangblasen Kleininsekten aus nährstoffarmem Wasser.

Schwarze Heidelibelle, ein Männchen. Nicht selten an Kleingewässern, regelmäßig in Mooren.

 

Jahresabschluss am 22.11.2013 in Henstedt

Der Heimatverein beendet das Jahr 2013 mit Kirchgang in der Erlöserkirche in Henstedt und einem gemeinsamen Essen im Gasthof Scheelke.

Um die hundert Vereinsmitglieder kamen zur Abschlussfeier nach Henstedt in die Kirche. Die Mitglieder aus dem Ostkreis waren mit dem Bus angereist. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden stellte Pastor Krüger die Kirche vor. Als Solist sang Bertram Hussfeld aus Nützen zwei Lieder. Klaus Gröhn erzählte eine Geschichte über das Sichvertragen und Pastor Krüger hielt die Andacht. Die gesamte Feier einschließlich der Gesänge war auf Plattdeutsch.

Im Gasthof Scheelke begrüßte Klaus Stegemann die hungrigen Heimatfreunde. Er ließ kurz die Reiseveranstaltungen von 2013 Revue passieren. Elfriede Thiebach und Klaus Stegemann als Organisatoren der Reise AG versprachen, dass auch 2014 ein gutes Angebot an Reisen geplant sei, u. a. eine 5-Tagesfahrt in die Eifel. Ein lobeswertes Essen, ein paar plattdeutsche Geschichten und Nachrichten aus dem Programm für 2014 - darunter der geplante „Plattdeutsche Tag“ am 3. Oktober - beendeten den Abend.

 v.li.: Klaus Stegemann, Elfriede Thierbach und Klaus Gröhn erhielten als Dank für ihr Wirken im Heimatverein Blumen vom 1. Vorsitzenden Ernst Steenbuck überreicht.

v.li.: Klaus Stegemann, Elfriede Thierbach und Klaus Gröhn erhielten als Dank für ihr Wirken im Heimatverein Blumen vom 1. Vorsitzenden Ernst Steenbuck überreicht.

Jahresabschluss am 09.12.2011 in Schmalfeld

Einen schönen Abend erlebten 100 Heimatfreunde, die am Freitag, 09. Dezember 2011, zur traditionellen Abschlussveranstaltung des Heimatvereins gekommen waren.

Seit 16 Jahren veranstaltet der Heimatverein seine Jahresabschlussfeiern immer mit einer Andacht in einer jeweils anderen Kirche im Kreis Segeberg. Danach geht es in ein dörfliches Lokal zu einem Festessen.

In diesem Jahr begrüßte der Vorsitzende Ernst Steenbuck die Teilnehmer in der Schmalfelder Gnadenkirche  und begründete den Sinn dieser Veranstaltung so: „Wi wüllt an End vun`t Jahr löben und danken, dat  allns so good loopen is in unsern Heimatvereen, dat vergang Johr hett dat goot mit uns meent - dorto de Andacht.  Uns Karken sünd wichtige Kulturgöder in uns Heimat, de wi kennen leern wüllt. Darto schall de Andacht jedet Johr in een anner Kark sien. De ganz oolen Kirchen, de noch ut de Tiet vun de Christianisierung stammt, kunnen uns veel vertellen. De niegen Karken sünd Afflegger vun dee eenst grooten Karkspeeln, so ook de Schmalfelder Kark. De Lüd sünd bit 1970 na Kolnkarken to Kark goon. Bet 1811 hörten  bi Struvenhütten dree Karken-Gaue tosamen, dat weer de Holstengau, de Stormarngau und de Gau Wagrien. Ook nu giff dat noch een wichtige Karkengrenz, de meerden dörch den Kreis Sebarg geiht. Sievershütten hört to den Karkenkreis Sebarg/Plön und Schmalfeld to Alt Holsteen.“

Ute Dwinger stellte in ihren Ausführungen die Kirche und die Gemeinde Schmalfeld vor. Dann erzählte Klaus Gröhn seine Geschichte vom "Blinden König", die am Schluss dieses Berichtes abgedruckt ist. Pastor Seidler wählte für seine Andacht das Thema "Heimat". Drei plattdeutsche Kirchenlieder und gemeinsame Gebete rundeten die Andacht ab. Die Kollekte der heutigen Andachtsfeier soll für die Aktivitäten der Pfadfinder-Jugendgruppe eingesetzt werden.

Um 19:30 Uhr saßen alle im Saal von Gerths Gasthaus in Struvenhütten zu Tisch. Klaus Stegemann begrüßte die Teilnehmer im Namen der Reise AG. Als kleines Dankeschön für ihre ehrenamtliche Arbeit bei den drei Ausfahrten überreichte Ernst Steenbuck jeweils einen Blumenstrauß an Elfriede Thierbach, Gunther Köfer und Klaus Stegemann. Dann wurde der Hirschbraten mit allem, was dazu gehört, serviert - sehr lecker! Hinzu kam ein besonderer „Nachtisch“: Ute Dwinger stellte zunächst verschiedene Waffeleisen und Pförtchen-Pfannen vor. Dazu wurden Rezepte für Neujahrskuchen, Pförtchen und Waffeln vorgestellt. Sie wurden den Gästen von fleißigen Frauen, die sie auch gebacken hatten, an den Tischen gereicht. Ein paar lustige Geschichten wurden vorgelesen, und dann wurde der schöne Abend beendet.

Ute Dwinger aus Schmalfeld stellte verschiedene Neujahrskuchen mit vor. Sieben Frauen des Heimatvereins hatten die verschiedenen Kuchen gebacken und boten den Gästen bei einer Tasse Kaffe als Nachtisch an. Die teilweise alten  Rezepte  wurden gleich mitgeliefert.

Pfördchen, auch Ochsenaugen genannt, gehörten zu den Neujahrskuchen, die hier von Annelene Plambeck angeboten werden.

De blinne König
Dor weer mal een König, de harr een schönet, grootet Riek; över veele Johrn harr he goot regeert.

Man, as he öller wörr, do bleev eens Daags sien Fruu doot, und he föhl sik in veele Stünn doch recht so verlaaten und alleen. All sien Gruveln hölpst em nich, und an`n Enn wörr dat üm em herüm ganz düüster: He wörr blind!

He möch meist nich mehr leven - doch eens Nachts harr he `n schönen Droom; dorin harr he een Stimm hört, de em segg harr: „In dien Riek givt dat wat, dat is so hell und schön wie een Licht - een Licht, na dat du so lengst und schmachst; dit Licht kann funnen warrn, und  anner Minschen könnt di daat bringen!“

Glieks den nächsten Dag vertell de ool König sien dree Kinner von sien Droom, und de wullen ja ook forts losgahn und dat Licht söken.

De Eerst, de wedder torüch keem, weer de öllst Jung - und wat harr he mitbröcht?  Een ganz grooten Speegel; den stell he in `n Thron-Saal oprecht so hin, dat de volle Sünn rinschienst in den Ruum und em ganz hell möök. De Jung nöhm den Vadder bi de Hand und föhrst em rin in den grooten Saal - de König dreih den Kopp hin und her, aver von dat Licht kunn he nix wohrnähmen.

Den tweeten Söhn güng dat ähnlich so, as de sienen Vadder een golden Keed, Eddelsteens und Silbertüch op`n Disch leegst.

Toletzt keem de Jüngste torüch, den König sien hübsche Dochter; de Prinzessin müss bekennen, dat se meist mit lerrige Händ dorstünn - se ümarmst ehren Vadder und segg: „Ik heff dat Wunnerlicht vör di nich funnen, leeve Vadder, aver ünnerwegens heff ik ganz veele Lüüd drapen, de heel fründli und nett to mi weern, as ik ehr von dien Leed vertellst - all hebbt se seggt: Se denk mit veel goode Wünsch und Wöörd an di, und se dank di ook von Harten, wat du in all de Johrn Goodes för ehr daan hest!“

Do vertrock de ool König so `n beeten dat Gesicht und segg: „Dat Wunnerlicht, dat givt dat denn ja wohl nicht; aver, mien Deern, wat du mi vertellt hest, dat deiht mi goot, un nu warrt dat `n beeten heller und lichter üm mi rüm!“

Jahresabschluss am 20.11.2009 in Sievershütten

Zum Jahresabschluss trafen wir uns am 20. November zunächst um 18.00 Uhr in der Petrus-Kirche in Sievershütten. Es waren wiederum über 80 Mitglieder und Freunde des Heimatvereins, die das letzte Zusammensein im Jahr in besinnlicher und fröhlicher Runde suchten. Pastor Schott von der Kirchengemeinde Stuvenborn-Seth-Sievershütten und Ernst Steenbuck als Vorsitzender des Heimatvereins begrüßten uns in der nahezu voll besetzten Kirche Diese moderne Kirche wurde vor 40 Jahren am 19. November 1969 geweiht, erst im April 1989 fiel allerdings die Entscheidung zur Namensgebung „Petruskirche“. Eine an ihrer Stelle im Jahre 1902 erbaute und von den Sievershüttenern sehr geschätzte Kapelle musste seinerzeit wegen baulicher Mängel abgerissen werden. Die heutige Kirche ist mit einem Altarkreuz, hölzernen Kerzenständern, einer aus Dresden stammenden Orgel sowie mit einem Taufbecken ausgestattet. Die Fenster sind mit bunten Petrus-Geschichten bleiverglast. Das Relief „Jesus beruft Petrus“ ist ein Geschenk des Bansiner (Insel Usedom) Pastors Alexander Neumann. Im Rahmen der für uns von Pastor Schott gestalteten Andacht, die er selbst mit Gesang zum Gitarrespiel abschloss, hörten wir schöne Orgelklänge (Organistin Frau Dreesen), konnten Bilder der früher von den Sievershüttenern besuchten Sülfelder Kirche betrachten (vorgestellt von Ernst Steenbuck) und erwarteten gern die von Klaus Gröhn, Schackendorf, vorbereitete plattdeutsche Geschichte: Nach dem Besuch der Kirche trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im „Dorfhaus“. An den Tischen wurde ausgiebig geplaudert, und mit kleinen Beiträgen aus unseren Reihen rundete sich der Abend. Vorstandsmitglied Klaus Stegemann bedankte sich dabei für das Interesse an der Arbeit des Heimatvereins, insbesondere auch für die rege, sich steigernde Teilnahme an den Ortsbegehungen im Kreis Segeberg sowie an den Tagesfahrten und dem Ausflug nach Halle und weitere Umgebung. Er hob die intensive und umfassende, meist als Leitlinie vorgegebene Arbeit des Kreisvorsitzenden Ernst Steenbuck ausdrücklich hervor und verband damit neben einem Dank zugleich die Hoffnung auf weitere führende Begleitung des Heimatvereinsgeschehens. Ebenso galt ein Dank mit Anerkennung für unentwegte und erfolgreiche Arbeit im Heimatverein dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans Rahlf, Bad Segeberg, der wenige Tage zuvor mit der Ehrenmedaille des Amtes Trave-Land ausgezeichnet worden war. Diese Auszeichnung gilt in erster Linie der hervorragenden Arbeit für das Amtsarchiv einer wertvollen Aufgabe auch im Interesse des Heimatvereins.

Mit guten Wünschen zur Advents- und Weihnachtszeit sowie für den Jahreswechsel auf 2010 und mit der Hoffnung auf weitere Begegnungen wurde der Abschlussabend beendet.

 

(Klaus Stegemann)



De Zettel in‘n Sülver-Rahmen

 

De Rutgeever von een groote Zeitung kreeg mal Besöök von sien oolen ‚Schoolfründ; de beiden seeten in dat Büro von den Huus-Herrn und vertellen sik wat över de oolen Tieden. Dorbi füll den Besööker wat in ‘t Oog: Över den Schriefdisch hüng een sünnerbores Bild in ‘n Sülver-Rahmen - dat heet een Bild weer dat gor nich - mehr so ‘n lütten verknüllten Zettel - mit ‘n poor Wöörd op. De Fründ wörr niescheerig, wat dat woll to bedüden harr. Do vertell de Zeitungs-Mann em een ganz oole Geschieht - he segg: „Den lütten Zettel kunn und kann ik nich wegschmieten, de bedüd mi wat - und dat keem so: As ik als junge Redaktöör bi een lütte Zeitung anfungen weer, do lööp dat in de erste Tiet ganz goot an - ik harr mien seker Inkamen, heff heirat, und bald harrn wi dree Kinner: Olaf, Age und Per. Fief Johr lang duerst uns Glück - do aver müss de Zeitungs-Bedriev dicht maken. Ik keem woll noch für ‘n korte Tiet bi ‘n anner Zeitung ünner - aver ook nich lang. - As dor de letzte Utgav druckt weer, wanks ik avends na Huus - mööd und matt - ohn Arbeit und ohn Geld. As ik mien Fruu dat vertellt harr, hebbt wi beiden uns erstmal utweent. Se hett ja noch versöcht, mi ‘n beeten optomuntern - aver de Tokunft seeg to schlecht ut - överall worrn de Lüüd entlaten, und veele Bedrieve möken de Dören dicht. Uns dree lütten Jungs harrn in de Stuuv - blang an - seeten und sik all‘ns mit anhört. As se annern Morgen all ut ‘t Huus weern - to School oder in‘n Kinner-goorn - do güng ik wedder - wi ümmer - in mien Stuuv und sett mi an‘n Schriefdisch - woto eegentiich? - dach ik. Und as ik denn so in ‘n Papier-Korf keek, do finn ik dor Splitter und Stücken von‘n Spoor-Schwien, und op‘n Schriefdisch, achter een Schrief-Mapp, dor leeg een Handvull Hart-Geld, schön opstapelt - und ünner dat Geld, dor steek een Zettel - op den stünn in Kinner-Schrift: „Lieber Papa, gib nicht auf - Papa, wir glauben an Dich! Olaf, Per und Age!“ Dat güng mi ünner de Huut und geev mi ‘n Ruck. Ik bün opsprungen, bün losgahn und heff mi wedder Arbeit söcht - und heff ook wat funnen. Siehst du, mien leeve Schoolfründ, versteihst du nu, dat ik dissen Zettel nich wegschmieten kunn - dor kann ik mi hüt noch över freuen und an oprichten!“

(Klaus Gröhn)

 

Schleswig-Holstein-Tag 2012

Den Juni musste ich bei der Dorfbegehung aussparen, denn am 8. Juni fand der Schleswig-Holstein Tag statt und weil der Schleswig-Holsteinische Heimatbund hier die alleinige Zuständigkeit hatte – es gab keine Mittel vom Land - waren auch wir zur Mithilfe aufgefordert. Zusammen mit dem Heimatbund Norderstedt betreuten wir eine Pagode. Mit Stellwände und Infomaterial zog unser gemeinsamer Infostand viele Gäste an. U.a. hatte unser 2. Vorsitzender Michael Schröder den Terminkalender mit unseren Kontaktadressen neu gestaltet und ausgelegt.

Schleswig-Holstein-Tag1

Am Umzug nahmen auch die Volkstanzgruppe Kaltenkirchen teil

Schleswig-Holstein-Tag2

Standbetreuung: Ehepaar Falck, Michael Schröder, Dieter Harfst, Klaus Mecke, Peter Reimann mit seiner Mannschaft und Ernst Steenbuck

Landschaftssieger „Schölers leest Platt“ wurden in Wahlstedt ermittelt

Die Schulsieger der 3. und 4. Klassen trafen sich am Mittwoch, 15. Februar 2012, 14 Uhr, und die Sieger der 5. bis 7.Klassen eine Stunde später zur Landschaftsentscheidung im Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ in der Stadtbücherei Wahlstedt. Die Leiterin der Stadtbücherei, Frau Claudia Kramm, hatte alles bestens vorbereitet und begrüßte die am Wettbewerb teilnehmenden 14 Kinder mit ihren Lehrerinnen, Eltern und Geschwistern.

Der Jury gehörten Vorstandsmitglieder des Heimatvereins des Kreises Segeberg an, nämlich Ernst Steenbuck, Klaus Gröhn, Friedrich Hamburg, Hans Rahlf und Klaus Stegemann.

Ernst Steenbuck ging in seiner Begrüßung auch kurz auf die Bedeutung dieses Lesewettbewerbes ein. Dazu führte er u.a aus, dass die Sprache sowohl Heimat als auch Identität ausmache; und in diesem Sinne sei die plattdeutsche Sprache auch Teil unserer norddeutschen Identität, die uns nicht verloren gehen dürfe und der wir eine Zukunft geben müssten! Es sei doch ein besonderer kultureller Reichtum, mit dieser so bildhaften und direkten Sprache vertraut zu sein, sie zu hören, zu lesen, zu sprechen und damit schnelle Brücken zu schlagen zu den Menschen allen Alters, die in dieser Sprachenwelt zuhause seien. Das sei zwar in einigen schleswig-holsteinischen Regionen, wo Plattdeutsch noch alltäglich gesprochen werde, weiterhin möglich. Allerdings sei die Situation des Niederdeutschen in unserer Gesellschaft längst nicht mehr so sicher, wie wir es immer glauben möchten und wie uns die positiven Entwicklungen der letzten Jahre hoffen ließen. Darüber müssten wir auch alle besorgt sein und darum alles dafür tun, um unserer plattdeutschen Sprache weiterhin eine gute Plattform in Schleswig-Holstein zu sichern.

Nach Begrüßung und Einführung zogen die Schüler jeweils eine Nummer und lasen dann der Reihenfolge nach jeder seine aus der maßgeblichen Broschüre ausgewählte Geschichte vor. Die Jury bewertete die Lesebeiträge nach Lesefertigkeit, Aussprache und Ausdruck.

Es nahmen am Wettbewerb teil:
3. – 4. Schuljahr:
Luca David, Rickling
Jette Huckfeldt Fahrenkrug
Pia Sophie Lepion, Boostedt
Farid Peter, Trappenkamp
Leonie Schotters, Stuvenborn
Lewin Schramm, Seedorf
Hannes Wöbke, Heidmühlen

5. – 7. Schuljahr
Sebastian Helmers, Föhrden-Barl
Philip Kraushaar, Nahe
Lennart Lingelbach, Großenaspe
Theo-Lorenz Petersen, Bad Segeberg
Annika Redmer, Bad Schwartau
Lilly Schotters, Stuvenborn
Laura Schubert, Lübeck

Siegerin bei den Grundschülern (3. und 4. Schuljahr) wurde Leonie Schotters aus Stuvenborn. Sie hatte die Geschichte “De grote Unkel Max“ vorgelesen und wird nun an der Regionalentscheidung teilnehmen. Den zweiten Platz belegte Jette Huckfeldt aus Fahrenkrug mit dem Beitrag „De Opodeldogs“ und den dritten Platz Farit Peter aus Trappenkamp, ebenfalls mit „De grote Unkel Max“.

In der Schuljahresgruppe  5. - 7.  siegte Annika Redmer aus Bad Schwartau mit dem Lesebeitrag „Dat Gnatterland“ vor Lilly Schotters aus Stuvenborn, die die Geschichte „Nie nich wedder“ vorlas. Philip Kraushaar aus Itzstedt belegte mit der Geschichte „Dor geiht nix över Football“ den dritten Platz. Annika Redmer und Lilly Schotters werden an der Regionalentscheidung teilnehmen.

Alle Lesewettbewerbsteilnehmer erhielten neben der persönlichen Sieger- bzw. Teilnahmeurkunde passende Buchgeschenke und die Anstecknadel „Ik snack ok Platt“.

SchoelersleestPlatt1
Die Wettbewerbsteilnehmer der 3.- 4. Schulklassen:
von links das „Siegertrio“ mit Leonie Schotters (sitzend), Jette Huckfeld und (etwas verdeckt) Farid Peter.

SchoelersleestPlatt2
Das „Siegertrio“ der 5. – 7. Schulklassen:
von links: Lilly Schotters, Annika Redmer und Philip Kraushaar

SchoelersleestPlatt3
Die Wettbewerbsteilnehmer der 5.- 7. Schulklassen