Berichte über .....

Die Naturkundliche Veranstaltung für Jugendliche am 10. August 2013 in Sievershütten war vielseitig und lehrreich

Der Jugendausschuss des Heimatvereins hatte am 10. August zu einer naturkundlichen Veranstaltung eingeladen. Petra Wede, Anke Thordsen, Irmtraut Falck, Sebastian Selchow und Ernst Steenbuck mussten feststellen, dass es immer schwieriger wird, genügend Kinder und Jugendliche für derartige Veranstaltungen zu gewinnen. Zusammen mit Betreuern waren 20 Personen gekommen. Alle waren vom Wert und von der Vielseitigkeit der Veranstaltung begeistert. Gut organisiert wurden die einzelnen Veranstaltungspunkte abgearbeitet.

Am Steinkreis begrüßte Vorsitzender Ernst Steenbuck die Jugendlichen. Helia Lampe (13) sang mit uns allen das plattdeutsche Lied „Lütt Matten de Has“. Dann wurde eine Naturrallye gestartet. Aufgaben wie: Höhe und Umfang eines Baumes messen, eine Strohpuppe bauen, plattdeutsche Verse vom Lied „de Plantenhochtiet“ vorsingen und viele andere Fragen bildeten den Wettbewerb. Nach der Rallye ging es gemeinsam durch Garten und Wald, um essbare Kräuter für eine Kräutersuppe zu sammeln. Dabei ging es besonders darum, die Kräuter kennen zu lernen; Brennnessel, Giersch usw. Insgesamt kam man auf 21 verschiedene essbare Pflanzen, die in dem Suppentopf landeten, der bereits auf dem offenen Feuer brutzelte. Während Sebastian Selchow sowie Heidrun und Elke Steenbuck die Suppe - mit Kartoffeln und Rotebeete als Grundlage – mundgerecht anrichteten, versammelten sich alle anderen zum Wiesenkräutermarkt an einem langen Tisch. In mühsamer Arbeit hatte Ernst Steenbuck Kräutersamen gesammelt, um sie in Kleinstabfüllung den Kindern mitzugeben. Die Kinder sollen die Samen zu Hause in kleinen Blumentöpfen aussäen und sie ein Jahr pflegen. In dieser Zeit können sich die Kinder das Aussehen der Pflanze einprägen. Erst dann sollen die Pflanzen an einen geeigneten Standort verpflanzt werden. Nun konnte die Kräutersuppe serviert werden. An Stöckern aufgespießte Brötchen wurden ins Feuer gehalten und dienten als Beilage. Alle schwärmten von der geschmackvollen Vegetarier-Suppe. Ein Paar Geschichten und Lieder auf Plattdeutsch beendeten den schönen Nachmittag.

Text und Fotos: Ernst Steenbuck

strohpuppe
Eine Strohpuppe basteln gehörte zu den Aufgaben der Naturrallye

kraeuter
Zur Förderung der Artenvielfalt konnten die Jugendlichen Wildkräutersamen in Plastiktüten mitnehmen, die sie später an einem geeigneten Standort auspflanzen sollen.

singen
Lilly Schotters und Benita Boy singen das Lied von der Pflanzenhochzeit

kraeutersuppe
Die auf offenem Feuer angerichtete Kräutersuppe schmeckte vorzüglich

En Dag op Platt för Kinner am 8. Juni 2013

An´n 8. Juni 2013 hett de Heimatvereen to´n veerten Maal en „Dag op Platt för Kinner“ veranstalt´. Ditmal stünn de Dag ünner dat Motto „Do mal wat op Platt“. De Kinner hebbt plattdüütsche Spele bastelt, an en Strokennest flochten, Kerzen dreiht un Nistkastens un Insektenhotels klütert. Allens, wat de Kinner maken müssen, kregen se dorbi op Platt vertellt. Stattfunnen hett dat allens bi allerbest Wedder op den JugendZeltplatz Wittenborn.

19 Kinner un de Betreuer Anke Thordsen, Renate Ehlers, Helmut Steenbuck, Fiete Hamburg, Sebastian Selchow un Petra Wede hebbt veel Spaaß hat den Dag. Ok de Sebarger Zeitung hett mal inkeken. Keen nalesen will, wat de över den „Dag op Platt“ schreven hebbt, kann dat in de Sebarger Zeitung vun´n 11. Juni 2013 op de eerste Siet vun´n Kreisdeel doon.

Unter Leitung von Friedrich Hamburg - unseren Rechnungsführer - konnten die Kinder Vogelnistkästen basteln:
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Helmut Steenbuck aus Stuvenborn arbeitete mit Kinder an einem Storchennest:
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Een Dag op Platt för Kinner im Jugendzeltlager Wittenborn

Für Sonntag, den 26.Juni, hatte der Heimatverein zu einem „Tag auf Platt für Kinder“ ins Zeltlager Wittenborn eingeladen. 26 Kinder aus dem Kreis Segeberg, die am Plattdeutschunterricht in den Schulen teilnehmen, zeigten Interesse und hatten sich für verschiedene Projekte gemeldet. Zu Beginn wurden alle vom 1. Vorsitzenden Ernst Steenbuck begrüßt. Vordringlich sollte natürlich bei allen Aktionen des Tages das „Platt-schnaken“ geübt werden. Norbert Voigt vom SHHB erklärte im Anschluss - in Gegenwart vieler Eltern - was es mit der „Baumjagd“ auf sich hat; Ziel dieser Aktion ist, auf schöne stattliche Bäume aufmerksam zu machen. Insbesondere sollen hohe und dicke Bäume vermessen, fotografiert und ihre Standorte beschrieben werden. Fotos und Daten können danach an den SHHB geschickt werden.


Norbert Voigt vom SHHB erklärt den Teilnehmern die Aktion Baumjagd

Nach dieser gemeinsamen Einführung wurden die Kinder den einzelnen Betreuern zugeteilt.

Die Gruppe Baumjagd verschwand mit ihrem Leiter Norbert Voigt im Gelände, dorthin wo die dicksten Bäume waren. Die Kinder konnten mit besonderer Messtechnik die Höhe der Bäu-me erkunden und die Dicke der Stämme in einem Meter Höhe messen. Auf einem Fragebogen mussten außerdem die Baumart und der Standort beschrieben werden. Ein paar interessante Spiele gehörten ebenfalls zu diesem Projekt.


Die Gruppe Baumjagd in Aktion

Irmtraut Falck aus Kaltenkirchen hatte sich auf die Gruppe „Basteln mit Naturmaterialien“ vorbereitet. An einem langen Tisch - unter vier dicken Hainbuchen - wurden die von den Kindern zuvor gesammelten Kräuter ausgebreitet. Mit Blättern, Gräsern, Früchten und Zweigen wurde gebastelt und geklebt und dabei sich auf Plattdeutsch unterhalten.


Irmtraut Falck mit einer Gruppe beim Basteln mit Naturmaterialien

In der Küche des Zeltlagers wurde gekocht und gebacken. Mit Begeisterung folgten die Kinder als „Kökschen“ den Anweisungen ihrer Mamsel Petra Wede aus Seedorf. Die Kräuter hatten die Kinder zuvor auf dem Platz gesammelt und gleichzeitig die plattdeutschen Namen dafür in Erfahrung gebracht. In der Küche wurde geschnippelt, gemixt, gebraten und gekocht. Am Schluss der Veranstaltung gab es für alle Kinder eine Probe der leckeren Gerichte.


Petra Wede mit ihrer Gruppe beim Zubereiten der Gerichte

Der 18jährige Sebastian Selchow, Bad Bramstedt, - er ist das jüngste Mitglied im Heimatverein - übernahm die Kinder, die sich für das Projekt „Lebenswelt Wasser am Bach“ ge-meldet hatten. Das Gelände am Rande des Zeltplatzes war wie geschaffen für dieses Projekt. Die Kinder fühlten sich wie im Urwald. Es wurden Staudämme gebaut, es gab Un-terricht über Kleingetier im Wasser und es konnte mit Lehm modelliert werden. Zum Schuss wurden selbstgebastelte Papierschiffe aufs Wasser gelassen die im Mözener See landeten.


Sebastian Selchow begeistert seine Gruppe mit dem Thema Lebenswelt Wasser am Bach

Friedrich Hamburg aus Groß Niendorf und Ernst Steenbuck aus Sievershütten hatten Bausätze mitgebracht. Insektenhotels mit über 300 Wohnungen, Kästen für die Überwinterung der nützlichen Florfliegen, Nistkästen für Singvögel und Haselmauskästen für deren Winterschlaf wurden unter Mithilfe von einigen Eltern zusammengebaut. Die fertigen Objekte durften die Kinder mit nach Hause nehmen. In der Hoffnung, dass sie ihren Zweck - die Natur zu unterstützen - erfüllen.


Ernst Steenbuck und Friedrich Hamburg bastelten mit ihrer Gruppe

Petra Wede und Irmtraut Falck hebbt mit de Kinner noch schöne plattdüütsche Leeder sung´n. Dormit güng de „Dag op Platt för Kinner“ sien End to“. Jedereen de dorbi weer meen, dat weer een´n schön´n Dag.

(Text u. Fotos: Ernst Steenbuck)

Wat de Jugendutschuss 2012 op de Been stellt hett

To dree Veranstalten hett de Jugendutschuss ok 2012 wedder inlaadt. Alle dree weern ünner-scheedlich goot besöcht, sünd aver alle mit veel Erfolg dörchföhrt worrn.

Vöriges Johr geev dat en ganze Reeg vun Nafragen vun Öllern, wat de Heimatvereen nich mal wat för gröttere Kinner un junge Lüüd op Plattdüütsch anbeden kunn. Un so hett denn an´n 10. März en plattdüütsche Schrievwarksteed för junge Lüüd vun twölv bet söventeihn Johr stattfunnen. Leider kemen denn aver blots dree Deelnehmer tosamen, de sik an dissen Sünnavend vörmeddag in´t Amt Trave-Land dropen hebbt. Wiest warrn schull, dat dat Plattdüütsche nich blots to´n Döntjes vertellen, man ok för Berichte in en Blatt dögen deit. Wat is denn nu wichtig för so en Bericht? Wo kriggt en Informatschonen her? Un wo mutt man bi´t Schrieven op achten? Dat hebbt Niklas (15), Lilliy un Benita (beid 12 Johr oolt) bi Petra Wede lehrt. En Ümfraag op den Sebarger Wuchenmarkt, Telefoninterviews un Informatschonen ut´t Internet wörrn to Berichte verarbeidt. Un de weern so goot, dat se ünner de Rubrik „Vertellen ut de Schrievwarksteed“ in Basses Blatt afdruckt worrn sünd.

Op dissen Weg hett ok de Stiftung Herzogtum-Lauenburg, de eenmal in´t Jahr en plattdüütsches Autorendrepen utrichten deit, Wind vun de Schrievwarksteed kregen. De jungen Lüüd wörrn tosamen mit Petra Wede to dat plattdüütsche Autorendrepen an´n 12. Mai in Mölln inlaadt, üm de Jugendarbeit vun´n Heimatvereen un de Texte ut de Schrievwarksteed in en Vördrag vörtostellen. Blangen Peter-Harry Carstensen, in sien letzten Daag as Ministerpräsident, un den Präsidenten vun de Stiftung Herzogtum-Lauenburg, Klaus Schlie (nu ok Landtagspräsident), hörten vele plattdüütsche Autoren ut ganz Noorddüütschland to de Tohörer in´t Publikum. De Oort, junge Lüüd an´t Plattdüütsche rantobringen dörch Lehren bi´t Doon, vör allen aver de jungen Schrieverslüüd sülvst wörrn vun ehr ölleren Kollegen fix löövt. Un so weern de dree jungen Lüüd sik eenig, dat se sowat geern nochmal wedderholen wörrn.

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De Kinner bi den Nameddag „rund üm de Melk“

Ok an´n 12. Mai harr de Heimatvereen Kinner ut dat drütte un veerte Schooljohr to en Nameddag „rund üm de Melk“ inlaadt. Dat Verwalterehepoor Bernd un Anke Thordsen vun´n Koloniehof in Rickling harr den Nameddag wunnerbor vörbereidt un wieste de veeruntwintig Kinner, wat dat op en Buernhoff över Köh, Kalver un Melk to weten gifft. Op en Rundgang över den Hoff wörrn de Kohställe besichtigt. Indrucksvull harrn Thordsens opstellt, wo veel en Koh fritt un süppt un wo veel Melk dorbi rutkümmt, neemlich so üm un bi dörtig Tetrapaks to een Liter. Se hebbt verkloort, worüm al lütte Kalver Ohrmarken un sogor en Utwies hebben mööt, un dat de Tieren sik buten un in ehr Kalver-Iglus richtig wohl föhlt.

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Bi den Kalver-Stand

Veel Spaaß harrn de Kinner in´n Melkstand. Hier dörvten se sülvst mit de Hand Köh melken un werrn stolt, wenn se ut „ehr“ Koh ok Melk rutkregen. Na den Rundgang över den wietlöfftigen Koloniehof freuten de Kinner sik, dat dat wat to eten un to drinken geev, natürlich ut Melk. Anke Thordsen, Irmtraut Falck un Petra Wede hebbt de Kinner mit Kakao, Waffeln un sülvstmaakten Früchtejoghurt versoorgt. Aver de Krüderbodder weer dat beste. De Kinner hebbt Sahne in en Marmeladenglas so lang schüddelt, bet se to Bodder worrn is. Mit Krüder un Salt vermengeleert weer de Bodder op frisches Wittbroot richtig lecker. De Rezepte geev dat ok to´n Mitnehmen för to Huus. Blangenbi wieste Ernst Steenbuck oole Fotos to dat Thema „rund üm de Melk“. Un denn geev dat noch en lüttes Kalv to sehen, dat jüst op den Rundgang to Welt kamen weer. Wat för en schönen Afsluss!

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Dieter Harfst begrööt de Kinner in Westerraad

De letzte Veranstalten för 2012 weer, nu al to´n drütten Maal, „en Dag op Platt för Kinner“. Un de fünn ditmal an´n 1. September in´t Heimatmuseum in Westerraad statt. Veeruntwintig Kinner weern kamen un wullen sehen, woans dat weer, as ehr Urgrootöllern noch Kinner weern. Bi en Rundgang dörch de landwirtschaftliche Utstellung op Hoff Bruhn verkloorte Ernst Steenbuck, wat dat allens to sehen geev. Wo swoor dat weer, mit twee Melkkannen an´t Rad to Meierie to föhren oder wat Kartüffelferien weern, dat geev dat hier to weten. In´t Heimatmuseum op den Hoff Pritschau föhrten de Gastgever Uschi un Dieter Harfst vun´n Kulturvereen Westerraad de Kinner dörch de Schoolstuuv, de Börgermeesterstuuv, dörch de Köök, de Slaapstuuv, de Waschköök un den Koopmannsladen. Zeitungen vun fröher, Speeltüüg, Radios un Fernseher harrn de Kinner dat besünners andaan. Bi en Rallye dörch all de Stuven vun´t Heimatmuseum müssen Fragen beantwoort warrn. Dat weer nich ümmer ganz eenfach, hett aver heel veel Spaaß maakt. „So lebten und arbeiteten die Menschen früher“ - dat weer de Lösungssatz bi de Rallye. Un wo kunn man dat beter wiesen, as in´t Westerrader Museum?

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Meddageten

To´n Meddageten dischte de Kulturvereen Pellkartüffeln ut´n Dämper mit Quark un Grillwust op. Dat weer richtig lecker! So satt un tofreden kunn dat an´t Buttons basteln gahn. Jeden Kind kreeg en Stück Papier, wo sien Naam op Sütterlin opstünn. Mit Buntstiften wörr dat Papier bemalt un mit en Buttonmaschin, de uns de Spoorkass Südholstein lehnt hett, wörrn dor Buttons -runde Ansteeknadeln- vun maakt.

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Basteln in´d Museum

Achterran wörr speelt, dat wat al Oma un Opa op´n Schoolhoff speelt hebbt. Bi´t Sack hüppen, Kartüffel lopen, Sackkoor-Rennen un Stelzen lopen kunnen de Kinner sik ornlich uttoben. En beten Geschick bruukte man bi´t Ditschen un Klimpern. Aver ok Hinke-Pott un de Singspele „die Goldene Brücke“ un „Daler, Daler, du musst wannern“ dörvten nich fehlen. Nich blots de Kinner, ok de Betreuer Irmtraut Falck, Anke Thordsen, Annette Jelleßen, Sebastian Selchow, Fiete Hamburg, Ernst Steenbuck un Petra Wede, de den Dag ok organiseert harr, harrn veel Spaaß bi´t Spelen. To´n Afsluss wörr noch en beten sungen un danzt, natürlich ut ole Volksdänze un natürlich so as de ganze Dag „op Platt“.

Ok wenn dat ümmer swörer warrt, dat Plattdüütsch bi de Kinner ünnertobringen, so maakt uns doch de Erfolg bi de Veranstalten Moot, ok in´t neegste Johr so wiedertomaken.

De Berichte vun un över de jungen Lüüd sünd in´t Internet ünner www.bassesblatt.de as E-Paper in´t Archiv natolesen, un twaars in de Utgaav
Nr. 15 vun´n 11.04.2012 op Siet 19
Nr. 15 vun´n 14.04.2012 op Siet 1
Nr. 17 vun´n 28.04.2012 op Siet 1
Nr. 20 vun´n 19.05.2012 op Siet 6
Nr. 28 vun´n 14.07.2012 op Siet 3

Petra Wede, Seedorf

En Dag op Platt för Kinner

(Petra Wede, Hornsmühlen)

Wat is dat doch schaad, dat na den Vörleeswettbewarv „Schölers leest Platt“ de mehrsten Kinner keen Kontakt mehr to de plattdüütsche Spraak hebbt. „Dat dörv so nich blieven“, weer de Menen vun den Vörsitter vun ‘n Heimatvereen in ´n Kreis Sebarg Ernst Steenbuck. Un so keem he op de Idee, de eersten dree Sieger vun all de Grundscholen in ´n Kreis, de mitmaakt harrn bi „Schölers leest Platt“, intoladen to „en Dag op Platt“. De goden Kontakte to den Wildpark Eekholt kemen den Heimatvereen denn ok wunnerbor to Pass un so stünn ok glicks de Oort Fast, wo de Platt-Dag stattfinnen kunn.

Bi besten Sünnenschien fünnen sik an‘n 29. Mai üm un bi 45 Kinner in, üm een ganzen Dag lang blots Platt op de Ohren to kriegen un sülvst dat Platt snacken öven. Theda Hatlapa, de vör 40 Johr mit ehren Mann den Wildpark begründt het, lööt sik dat denn ok nich nehmen, sülvst de Kinner to begröten. Man se keem nich alleen. Ok dc Aadler Linus wull de Kinner „goden Dag“ seggen. Fru Hatlapa vertellte noch en beten över Linus, vör allen, wo goot so en Aadler kieken kann. Denn entlööt se de Kinner mit en plattdüütsches Gedicht vun ehren verstorven Mann, Dr. hc Hans-Heinrich Hatlapa, op de Tour dörch den Wildpark.

In Gruppen, de vun Lehrerinnen, Öllern, Grootöllern oder Geswister betreut wörrn, güng dat över verschedene Statschonen dörch den Park. Ünnerwegens geev dat natürlich vele Tiere to bekieken, af un an sogor to striekeln. Veel Spaaß harrn de Kinner an de Statschonen. An ‘t Immenhuus geev dat to ´n Bispill wat to weten över oles Handwark: Reepschläger Willi Haase ut Borstel hett wiest, woans en Repen maakt warrt, de Kinner kunnen ok sülvst bi ‘t Dreihen hölpen un kregen en Repen ut Sisal mit na Huus. Wat wichtig is, üm en Korv ut Wicheln (Weiden) to binnen, hett Helmut Steenbuck verkloort. Un to wat so ‘n Korv doch goot is. Man kann to ‘n Bispill in Wichelköörv wunnerbor Appeln opbewohren, wiel se dor so goot in belüft warrn. Dat hebbt nich mal all de groten Lüüd weten. Mit veel Vergnögen hebbt de Kinner mit Ernst Steenbuck Kibbel-Kabbel speelt. Bitto harr keeneen vun jüm dit ole Speel kennt. In de Meddagstiet geev dat lecker Nudeln mit Hackfleeschsooß to eten. Un een beten Tiet för den Speelplatz weer ok noch, bevör dat wieter güng. Irmtraut Falck harr ehr Statschoon in de Wildparkschool. Dor hett se mit de lüttten Lüüd en Tier-Bingo-Speel bastelt - de Tiernaams natürlich all op Platt. Un kloor wörr dat Speel denn ok glicks utprobeert. Klaus Gröhn töövte an dc Köhlerhütt un harr en poor Radels un wat to lesen mitbröcht. Un lesen, so meen he, kunnen se wirklich ganz wunnerbor. Wat för Planten wasst in‘t Holt un an de Stratenkant? Op disse Fraag wüss Friedrich Hamburg en Antwoort. Wat dat Besünnere an Hunnenblomen, Brennneddeln un Klever (Klee) is, wat man allns dormit maken kann un wo dat Kruut denn utsüht, hebbt dc Kinner lehrt.

Achteran hebbt se sülvst na de Planten söcht. An ‘t Storchenhuus hebbt de Kinner tosamen mit Petra Wede en Tierquiz speelt. Jeder kreeg en Zeddcl op ‘n Rüüch backt, op den en Tiernaam stünn. Mit Fragen as Bün ik lütt? Heff ik Fell? Kann ik flink lopen? Heff ik lange Ohren? Bün ik en Kanink? müssen dc Kinner sik ranfragen, wat för‘n Tier se denn wull weern. All de annern dörvten blots mit ja oder nee antwoorten. To‘n Afsluss drepen sik all Gruppen wedder in de Köhlerhütt, üm tosamen mit Andreas Hall, Schoolmeester an de School in Kisdörp, to singen. Andreas Hall harr sien Gitarr mitbröcht, un wunnerschöön weer denn „Dat du mien Leevstcn büst“ un „Vun Herrn Pastor sien Koh“ wiet dörch den Park to hören. Op Platt hebbt de Kinner sik bi dc Lüüd vun‘n Heimatverecn bedankt. Ok wenn de meisten sünst nich so veel Platt to hören kriegt - verstahn hebbt se allns. Un dat schull all Öllern, Grootöllern oder Naverslüüd Moot maken, eenfach mal Platt mit de Kinner to snacken. Freut hebbt sik ok all, dat Reporter vun de Sebarger Zeitung un Basses Blatt sik för den „Dag op Platt för Kinner“ interesseert un doröver bericht hebbt. Un sogor dat Radio hett in de Sendung „Vun Binnenland un Waterkant“ op de NDR 1 Welle Nord en lütte Reportaagc bröcht. Blangen Ernst Stcenbuck un Petra Wcdc kernen ok de Kinner Natascha Clement, Auguste Stoltenberg un Viktor Kuhrt to Woort, de ganz frie op Platt Antwoort geven kunnen. En Grund, dat de Dag so gelungen weer, weer wiss dat schöne Wedder, en annern Grund weer de gode Organisatschoon. Man de Hauptgrund weer - un dor weern de Kinner, de Betreuer un de Organisatoren un Hölper vun‘n Heimatvereen sik eenig -, dat de „Dag op Platt“ veel Spaaß maakt hett - so veel Spaaß, dat man em geern nochmal wedderholen schull.


Gemeensam Singen mit Andreas Hall

Plattdüütscher Krink Segeberg 2009/10

Plattdüütsch
Över de Sprook kann so veel passeern,
man kann sik finn oder verleern.
Kann eenfach snacken as de Snobel wasst,
keen is bös weil ‘t jümmers passt.
Lötts eenfach to, wat sünst nich geiht,
singst Leeder, ob frivol ob leis,
de Sprook, se is eenfach wat,
komm no uns, snack mit uns platt.
(Elke Deffert)

Dieser Aufforderung zu folgen und in geselliger Atmosphäre die plattdeutsche Sprache zu leben und zu erleben, haben wir uns zur Aufgabe gemacht. So waren unsere sechs Veranstaltungen 2009/10 sehr gut besucht. Unser Treffpunkt war jetzt und wird auch in der Zukunft der Gemeindesaal der Marienkirche zu Bad Segeberg sein. Die Veranstaltungen fanden jeweils an einem Dienstag um 19.30 Uhr stall. So haben wir durch eigenen Aufbau des Gestühls die Möglichkeit, Platzgruppen und Tischen oder nur Stuhlreihen zu stellen, je nach Bedarf. Start war am 12. Oktober 2009; ein unterhaltsamer Abend gefüllt  mit lustigen und nachdenklichen Geschichten bekannter Autoren umrahmt von Musik. Am 10. November war unser Gast die Vorsitzende des SHHB Frau Jutta Kürtz mit dem Dia-Vortrag „Hosen weiblich, aber auch Männer werden ihren Spaß haben“. Eine Demonstration durch die Welt der weiblichen Unterhosen, sie sind noch nicht einmal 200 Jahre alt. So erlebten über 100 Zuhörer diesen Spaß. Jutta Kürtz ist freie Journalistin und Autorin vieler interessanter Vorträge. Am 15. Dezember 2009 boten wir unseren Besuchern eine besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit bei geschmückten Tischen. Der Gemischte Chor aus Leezen brachte uns weihnachtliche Lieder dar, und wir hörten Geschichten aus den Kindertagen von uns und unseren Besuchern, teils in platt wie auch hochdeutsch.

Am 17. Januar 2010 wurde den Gästen ein hochinteressanter geschichtlicher wie auch fachkundlicher Lichtbildervortrag von Meiereimeister Jürgen Hein vorgetragen. Thema war „Meiereien Güstern un Hüüt“, ein plattdeutscher Vortrag über die Wandlung der Milchwirtschaft in Schleswig Holstein. Jürgen Hein selbst hat diesen Beruf von der „Pieke“ auf gelernt. Am 16. Februar 2010 „erwanderten“ wir mit dem Autor Henning Wätjens den „Jakobsweg“ und hörten von seinen vielen Erlebnissen. Viele schöne Bilder hatte Henning Wätjens von diesem Ausflug mitgebracht. Am 23. März 2010 endete die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Nu is Fröhjohr“, ein Abend über Kinderspiele und Lieder. Unser Gast war die Kreismusikschule Segeberg. Kinder zeigten uns ihr Erlerntes. Um die Sommerzeit zu überbrücken wurden an zwei Nachmittagen, am 22. Juni und 10. August 2010, ein „Klönschnack“ bei Kaffee und Kuchen im Vitalia-Seehotel abgehalten. Sie werden auch 2011 ihren Einzug halten und über die Presse bekannt gegeben.

Vorschau auf 2010/11

Eröffnung der Veranstaltungen am 12. Oktober 2010 mit „Lot uns dat Lachen nich verleern“ een vergnögten plattdüütschen Obend mit bekannten Interpreten.
09. November 2010
Mathias Stürwoldt, Biobuur un Vadder vun 5 Kinner leest ut siene neegen Böker. 30. November 2010 „Lat uns froh un munter sien - nu is Adventstied“
18. Januar 2011
„Dat Poesiealbum“.Wokeen kennt noch sien Poesiealbum, dat is veel öller as ji ju denkt.
15. Februar 2011
Zum Valentinstag „Wenn Rosen reden könnten“. Se is de schönste ünner dee Blomen.
22. März 2011
Thema: Dat Fröhjohr is nu dor. Pastor Ehlers verteilt uns up humorige Wies von Wilhelm Busch. Un wi wüllt dat kommende Fröhjohr mit Leeder begröten.

Im Sommerhalbjahr folgen dann wieder unsere „Klönschnacks“ im Vitalia-Seehotel mit Bekanntgabe über die Presse. So sind alle Termine in dem halbjährig erscheinenden Veranstaltungskalender des Heimatvereins nachzulesen. Der Plattdüütsche Krink hat Mitglieder dazu gewonnen und wir freuen uns über jeden, der die Sprache mit uns am Leben erhält, sie spricht oder sie mag. Wi freit uns op ju!

Elke Deffert, Gerda Flügel, Horst Seyfert

Plattdüütscher Krink Bramstedt 2009/10- Trüüchblick

Dat weer an ‘n 16.4.2009: De Plattdüütsche Krink Bramstedt weer born. He hört den „Heimatverein des Kreises Segeberg“ to un schall de Plattdüütsche Spraak plegen un ünner de Lüüd bringen. To düsse eerste groote Veranstalten keemen bummelig 85 Tohörers in dat Bramstedter Schlott. Dat weer een groot Pläseer mit de Vertellen un Döntjes, un all hebbt se de plattdüütschen Leeder düchtig mitsungen, Dree Weeken later weern dat an de 35 Lüüd in‘n „Kaisersaal“. Se beschnackten, wo dat denn so lopen schall mit den Krink: Ümmer de eerste Freedag jeden tweden Maand schall dat een „lütten“ Krinkavend geven, denn wüllt wi kommodig tosamensitten, Platt snacken, Leeder singen, tohörn, wenn een wat vertellt oder sülms wat vörlesen. Tweemol in‘t Johr gift denn een grote Veranstalten, so as in‘t Schlott mit Programm. An‘n 3. Juli geev dat denn en Overraschung för den lütten Krink: De Kinner vun de Platt-AG vun de Grundschool an‘n Bahnhof hebbt Sketche un Leeder opföhrt. Dat weer schöön un dat geev ornlich Bifall! De tweete „Groote Krink“ in September 2009 harr wedder veele Tohörers. Dat Programm weer een Utwahl vun lustige Döntjes un ok nadinkliche VerteIlen. All weern se heel tofreeden, dat hett bannig goot gefulln. In‘n November weern de Lüüd vun‘n Krink bi de Veranstalten „Kredit un Globen“ vun de Fleckensgill un de Kark. Nu harr sik dat rümschnackt, wat de Krink so mokt un kann. Dat duer gorni lang, dor weern wi „Överraschungsgäst“ bi‘t Aarntfest vun de Landfruuns un bi de Wiehnachsfier vun de Füerwehr. Mit veel Spoß hebbt wi dor Döntjes un VerteIlen vördragen. De Füerwehrlüüd hebbt luud all de Wiehnachsleeder op Plattt mitsungen.
Anfang Januor un März harrn wi de eersten „lütten“ Krinkavende in 2010. Middewiel harrn wi för jedeen Avend en Motto fastsett, to‘n Bispeel „Eten un Drinken“ in‘n Januor un „Fröhjohr“ in‘n März. Dor seten wi denn in Reimer sien Stuuv (de Kaisersaal harr Urlaub) un buten bett dat sneet as nix! Dütt Johr harrn wi wedder an‘n 16. April den „grooten“ Krink in‘n Kaisersaal, Dat Programm mit veele Sketche keem wedder goot an bi de Tokiekers. An‘n 7. Mai un 2. Juli geev dat wedder „lütte“ Krinkavende, in Juli harrn wi ok de Platt-AG vun de Grundschool dorbi. Uns düch, dat mennig een Bramstedter op den „Plattdüütschen Krink“ töövt hett. Ok vun de Dörpers sünd Lüüd dorbi. Bi den „lütten“ Krink sünd dat ümmer bummelig 20 bet 35 Lüüd, bi‘n „groten“Krink kamt 80 bet 100 Lüüd. Uns mokl dat veel Spoß. Un so schall dat denn ok wiedergahn. An‘n 3. September kümmt Jürgen Hein ut Sebarg to uns un verteilt wat över, de „Meierien güstern un hüüt“ un an‘n 29. Oktober gifft dat den „grooten“ Krink in‘n Kaisersaal.
Helga Koch, Reimer Fülscher, Angela Kruppa


Trachten gestern und heute
In dieser Zeit, in der Traditionen wieder an Bedeutung gewinnen, hatten wir natürlich auch im Kreise Segeberg den Wunsch nach einer eigenen Tracht. Sie sollte alle wichtigen historischen Merkmale enthalten, schlicht aber edel sein und in leuchtenden Farben neuzeitliche Frische ausstrahlen. Wir sind auf unser Ergebnis richtig stolz und legen unsere Tracht gerne zu kulturellen öffentlichen Ereignissen an. Unter dem obigen Motto haben Gretchen und Horst Pasternak in der Segeberger Tracht 2002 einen Infostand des Segeberger Heimatvereins e. V am 29. Mai 2010 im Rahmen des Stadtfestes „Kaltenkirchen jung mit Schwung“ arrangiert. Alle Teilnehmer, die am Infostand mitwirkten, haben ihre Trachtengewänder in solider handwerklicher Ausführung nach überlieferten Vorlagen selbst geschneidert und individuell ausgestattet. Aus Kisdorf kamen in der Kisdorfer Tracht Helmut und Silke Heberle und Elke Hein, die zusätzlich die historische Handwerkskunst des Klöppelns vorführte und damit besonders bei den Kindern Staunen und viel Interesse geweckt hat. Albert und Gudrun Bronikowski waren mit einer Abordnung der „Finkwarder Speedeel“ in der berühmten Finkenwerder Tracht zu Gast. Durch zahlreiche Bildtafeln und Schriften wurde die Bedeutung der Trachten im norddeutschen Bereich besonders deutlich. Auf einer Schneiderpuppe war die mit der „Rose aus dem Holstenland“ bestickte Festtagstracht von Elke Steenbuck aus Sievershütten ausgestellt. Zur anschaulichen Dokumentation dieses Ereignisses wurden von Albert Bronikowski und Dirk Pasternak zahlreiche Aufnahmen auf CDs festgehalten. Es war ein eindrucksvoller Erfolg. Viele interessierte Besucher waren von den Trachten und deren vielfältigen Varianten begeistert. Man war sich einig, dass es schade wäre, wenn diese Trachten und das alte Handwerk in Zukunft nicht mehr gepflegt würden, denn es handelt sich hierbei um ein echtes Kulturgut unserer Heimat.
Horst Pasternak


Trachtenstand und Trachten beim Stadtfest in Kaltenkirchen 2010: