Berichte über .....

Dorfbegehung Weddelbrook am 07.Juni 2017

Verregnete Dorfbegehung vom Heimatverein

Weddelbrook. Schon traditionell veranstaltet der Heimatvereins im Kreis Segeberg im Sommer einmal monatlich eine Dorfbegehungen. Trotz anhaltender Regenschauer wollten sich rund 40 Mitglieder diesmal über das 1030 Einwohner zählende Weddelbrook informieren lassen. Altbürgermeister Peter Boyens (Foto) ließ es sich nicht nehmen die Gruppe durch die Gemeinde zu führen. Allerdings wurde die Begehung wegen des schlechten Wetters eher zur Autofahrt durch Weddelbrook.
Vom Mühlernteich aus ging es zu den Sportanlagen. Mehrere Fußballfelder, eine Tennisanlage und eine große Sportanlagen stehen für den Sportbetrieb zur Verfügung. „Sport ist sehr wichtig im Gemeindeleben. Vor allem für die Jugend. 800 Mitglieder zählt der Sportverein“, berichtete Boyens, der bis vor kurzem viele Jahre der Gemeinde als ehrenamtlicher Bürgermeister diente und die Sportanlagen als Aushängeschild der Gemeinde bezeichnete. „Im Jahr 1973 hatten wir das erste Sportlerheim gebaut. Es wurde dann zu klein. Das jetzige Gebäude wurde 1991 erbaut. Und das hauptsächlich in Eigenarbeit“, betonte der frühere Bürgermeister.
Zweite Station der Reise durch Weddelbrook war dann in der Lentföhrdener Straße die Spedition Boyens. Das Familienunternehmen wurde 1959 gegründet. Peter Boyens übernahm die Spedition 1971 mit 3 Lastkraftwagen. Der Betrieb weitete sich auf zeitweise über 50 Lkws aus und wurde zum größten Arbeitgeber von Weddelbrook mit heute 75 Mitarbeitern. „Wir mussten zehn Lkws verkaufen. Es sind einfach keine Lastwagenfahrer zu finden“, sagte Peter Boyens. Große Lagerkapazitäten von rund 11000 Quadratmetern helfen beim Umschlag der Ware und sorgen dafür, dass es keine Leerfahrten gibt. Ausführlich beantwortete Boyens die vielen Fragen. Beeindruckend war zum Beispiel die Kühltechnik der Fahrzeuge, die den Transport verschiedenster Güter ermöglicht. „Wir haben auf unserem Firmengelände eine eigene Tankstelle mit 80000 Liter Diesel-Vorrat. Das muss auch sein, denn die Tankfüllung eines 40-Tonnen-Lkws beläuft sich auf 1000 Liter Diesel“, erklärte der Unternehmer.
Nach Stopps beim Dorfgemeinschaftshaus und am Grundschul- und Kindergartengebäude fand der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen seinen Ausklang im Seeterrassen-Restaurant. Peter Stoltenberg, Vorsitzender des Heimatvereins, lud dabei zur nächsten Dorfbegehung am 4. Juli (Beginn 14.30 Uhr) nach Westerrade ein.

Text + Fotos: Harald Becker

 

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Dorfbegehung Westerrade am 04. Juli 2017

Im heimatkundlichen Museum auf Entdeckungsjagd


Westerrade. Die in den Sommermonaten schon traditionellen Dorfbegehungen des Heimatvereins Kreis Segeberg führten jetzt rund 50 heimatkundlich Interessierte in die Gemeinde Westerrade. Dort wurde die Gruppe am Platz vor einer genossenschaftlichen Bankfiliale von Bürgermeisterin Silke Behrens und Dieter Harfst (langjähriger Vorsitzender des Kulturvereins Westerrade und Umgebung) begrüßt.
Beim Spaziergang durch das Dorf wurde an den Schautafeln, die interessante Punkte markieren, Halt gemacht und die geschichtliche Entwicklung erklärt. Beispielsweise weist eines dieser Geschichtsschilder auf die ehemalige Eisenbahnstrecke Lübeck – Segeberg (LSE) hin. 1906 wurde die Kleinbahn-Strecke eröffnet und im Jahr 1964 eingestellt. Der Güterverkehr zwischen Bad Segeberg und Westerrade wurde noch bis Ende 1966 aufrechterhalten. Dieter Harfst ergänzte am Schaukasten für die Hufen (Bauernstellen), der sich in der Ortsmitte gegenüber dem Feuerwehrhaus befindet, über die Entstehung von Westerrade (rade = hier musste gerodet werden) auf: „Der Bach Strukau teilt den Ort in Wester- und Osterrade und ist aus acht Hufen gewachsen. Es war schon immer ein freies Bauerndorf.“ Silke Behrens, die eigentlich die „Bürgermeisterin von Osterrade sei“, ergänzte: „In unserer Gemeinde, die 1249 erstmals urkundlich erwähnt wurde, leben derzeit in 210 Haushalten 485 Einwohner.“
Spannend wurde es im heimatkundlichen Museum, das auf dem Hof Pritschau untergebracht ist. Dort können immer wieder „neue alte“ historische Gegenstände bewundert werden. So wird ein diversen Exponaten die Geschichte der Rundfunk-, Fernseh- und Tonträgergeräte präsentiert. Dieter Harfst, der mit einigen Helfern des Kulturvereins das Museum in vielen ehrenamtlichen Stunden betreut, betätigte das Grammophon und schon hallte die Stimme von Rudi Schuricke mit seinen Evergreens durch den liebevoll umgebauten Heuboden. Derweil tauschten Edith Hamdorf (Schmalfeld) und Margret Ettmeier ihre früheren Erfahrungen über die Schnippelbohnen-Maschine, ein längst in Vergessenheit geratenes Küchengerät, aus. „Mit diesem Gerät war es kein Problem die Bohnen in gleichmäßige Stücke zu schneiden“, erinnert sich Edith Hamdorf.
Danach ging es für die wissbegierige Gruppe ins nur wenige hundert Meter entfernte auf der Hofstelle Bruhn gelegene Museum für alte landwirtschaftliche Geräte. Dort erwartete die Besucher neben den historischen Ackergeräten auch ein handbetriebener Kartoffelsortierer oder eine Milchkammer aus dem 19. Jahrhundert. Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken im Sportlerheim des SV Westerrade endete die Tour. Die nächste Dorfbegehung hat Peter Stoltenberg, Vorsitzender des Heimatvereins im Kreis Segeberg, für Dienstag, den 5. September angesetzt. Dann wird die Gemeinde Wiemersdorf besucht.

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Dorfbegehung Neversdorf am 06 September 2016

Dorfbegehung Schackendorf am 02 August 2016

Eier und Heide aus Schackendorf für ganz Deutschland

Rekord Beteiligung bei der Dorfbegehung in Schackendorf.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte der 1.Vorsitzende des Heimatvereins Ernst Steenbuck 90 Teilnehmer begrüßen. Es war die 55. Dorfbegehung, die er organisiert hat. Auf dem Parkplatz der „Gutshof-Ei“ Zentrale wurden die Gäste von Peter Witzke und Peter Stock –beide Mitglieder im Heimatverein - eingewiesen und registriert. 

 

 Der Betriebsinhaber Freiherr von Mehrheimb begrüßte die Gäste und stellte den Betrieb vor.

 In drei Gruppen wurden die Besucher dann von kompetenten Angestellten des Betriebes durch den Betrieb geführt. Immer wieder hörte man, “das hätten wir nicht gedacht, dass hinter dem Gebäude, an dem so viele Vorbeifahren so viel Technik und Organisation steckt. Die Eier werden nach a) der Güteklasse, b) der Gewichtsklasse, c) der Angaben der Haltungsart der Legehennen, d) der Erläuterung des Erzeugercodes und e) des Mindesthaltbarkeitsdatums sortiert. Der pro Kopf- verbrauch an Eiern beträgt ca. 221 Eier pro Jahr. Der Verbrauch der Eiprodukte teilt sich auf in: 53 % Private Haushalte, 11 % Großverbraucher, 31 % Nahrungsmittelindustrie und 5 % Großverbraucher Eiprodukte.

 

In 3 Gruppen wurden die Betriebsanlagen besichtigt und durch den Betrieb geführt.

Gero Storjohann im Gespräch mit dem Inhaber der "Guts-Ei" -Zentrale

 

Von der Gutshof-Ei Zentrale ging es zur Großgärtnerei von Beckmann. Der Seniorchef

empfing die Gäste auf dem Gelände des „Dampf Bahn-Clubs Holstein in Schackendorf“.

Der Betrieb hat einmal im Monat für Jung und Alt geöffnet. Kinder und Erwachsene

sind begeistert, wenn sie mit den original nachgebauten Zügen durch das einzigartig

angelegte Gelände mitfahren können. Angrenzend beginnt die Großgärtnerei des

Familienbetriebes Beckmann mit seinen Gewächshäusern und den Freilandflächen

mit den verschiedenen Heidesorten. Der sandige Boden verleiht den Heidepflanzen

ein gesundes Wachstum, das Europaweit gelobt wird. Der Betrieb setzt auf biologische

Bewirtschaftung und wird kontrolliert und überwacht.

 

 

Seniorchef der Großgärtnerei Beckmann erklärt viele Fragen zur Vermehrung

und Anbau der Heidesorten.

 

Im Dorf-Gasthof Spahr gab es Kaffee und Kuchen. Ein Lob an Frau Spahr, dass Sie

statt der angekündigten 50 Personen Gedecke für weitere 30 Personen bereit stellte.

Allen hat es gutgeschmeckt. Die Gäste kamen aus dem ganzen Kreis Segeberg.

Unter den Gästen befand sich auch Bundestagsabgeordneter Gero Storjohann.

Klaus Gröhn, als ehemaliger Chronist derGemeinde Schackendorf, hielt einen

Lichtbildervortag über Historie und Gegenwart des OrtesSchackendorf.

 

Die nächste und damit die letzte Dorfbegehung für 2016 findet am 6. September in

Neversdorf statt.

 

Ernst Steenbuck

Ortsbegehung Trappenkamp am 7 Juni 2016

Trappenkamp mit hoher Wohnqalität

53. Dorfbegehung mit dem Heimatverein in Trappenkamp.

 

Zur 53. Dorfbegehung in Trappenkamp kamen 35 Teilnehmer - 30 weniger als bei den vorherigen Begegnungen. Grund war wohl das schwüle Wetter. Bürgermeister Harald Krille und Herr Schulz Gemeindedezenent begrüßten die Gäste und stellten die Gemeinde vor. Trappenkamp liegt an der Autobahn. Verkehrsmäßig ist man in kurzer Zeit in Kiel und Bad Segeberg. Auf den Älteren Landkarten sucht man den Ort vergebens, denn erst 1956 wurde der junge aufstrebende Ort zur eigenen Gemeinde erklärt. Der Ortsname kommt von einer Flurbezeichnung „Kamp„ und den hier einst gelebten Bodenvogel „Trappe“. Der Ursprung der Gemeinde geht auf den ehemaligen preußischen Exerzierplatz für Kavallerie und Infanterie auf der „Gönnebeker Heide“ zurück. Vermutlich war die Gönnebeker Heide, auf der jetzt ein Teil Trappenkamp steht, schon im Mittelalter als Exerzierplatz genutzt worden, denn hier fand auch die Schlacht gegen Dänemark (1227) statt.

1934 befahl die Marineleitung in Berlin die Neuanlage eines Minenlagers im Staatsforst Neumünster zwischen Rickling und Bornhöved. Ca. 100 Bunker wurden zur Aufbewahrung von Munition gebaut. 1945 besetzten englische Truppen das ehemalige Marine-Sperrwaffen-Arsenal. Nachdem dieses geräumt war, bezogen Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Sudetenland und den ehemaligen deutschen Ostgebieten die ehemaligen Wehrmachtsbauten.

1956 wohnten in der Siedlung Trappenkamp - das mit 345 ha. noch zu Bornhöved gehörte - 900 Einwohner. Starker Zuwachs gab in den 90ger Jahren. 2016 hat Trappenkamp um die 5000 Einwohner.

Nach der Vorstellung der Gemeinde führte uns der Bürgermeister zum Sudetenplatz, der den Kern der Gemeinde bildet, liegt hier dicht beieinander. Die Grünanlagen, die noch vor einigen Jahren als Marktplatz genutzt wurden bildet ein Platz zur Ruhe und zur Einkehr. Die drei Schulen mit über 1000 Schülern, der Kindergarten, die Evangelische und die katholische Kirche und der „Museumsbunker“ sind hier angesiedelt. In der evangelischen Kirche fand dann auch unsere erste Besichtigung statt. Pastor Frank Menke begrüßte die Gäste und stellte den Kirchenbau vor. Er berichtete über das umfangreiche Kirchenleben seiner Gemeinde und lobte die ökumenische Arbeit mit der katholischen Kirche.

 

Die Friedenskirche Trappenkamp

 

Von der Kirche zu Fuß zum Museumsbunker. Frau Liesefeld, die das Museum betreut und die Führungen gestaltet zeigte uns die vielen Ausstellungsgegenstände von der Gründung Trappenkamps bis zur Gegenwart. Besonders. Schwerpunkt bilden die Sudetendeutschen, die anfangs 90 % der Einwohner der ersten Stunde bildeten. Schalen, Vasen, Knöpfe und Kristalle aus dieser Zeit zeugen von der Aufstrebenden Gemeinde in den 50ger Jahren. Gablenzer Glasindustrie „Made in Trappenkamp war Deutschland weit bekannt.

Von der Kirche ging es zu Fuß zum Museumsbunker. Frau Liesefeld, die das Museum betreut und Führungen anbietet zeigte uns die vielen Ausstellungsgegenstände von der Gründung Trappenkamps bis zur Gegenwart. Besonders. Schwerpunkte bilden die Landsmannschaft der Sudetendeutschen, die anfangs 90 % der Einwohner der ersten Stunde bildeten. Sie haben den Grundstein für Trappenkamp gelegt.

 

Schalen, Vasen, Knöpfe und Kristalle aus der Zeit nach 1945 zeugen vom Fleiß der Gablenzer Glasmacher. „Made in Trappenkamp“ war in Deutschland weit bekannt.

 

Der nächste Besuch galt dem Steinmetzbetrieb von Klaus Wede. Herr Wede betreibt als Steimezmeister seinen Betrieb seit gut 2 Jahren. Er bearbeitet u.a. Grabsteine und Gedenksteine für den Verkauf.

Klaus Wede zeigte den Gästen, wie man Steine spaltet, schleift, poliert und graviert. Eine schwere Arbeit, die nur Facharbeitern auf diesem Gebiet vorbehalten ist.

 

Die Teilnehmer hatten sich zum Gruppenfoto neben den Erinnerungsstein des Schleswig-Holsteinisch Turnerbund aufgestellt. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in der Mensa der Turnschule.

 

 

Ernst Steenbuck

Dorfbegehung Todesfelde am 03 Mai 2016

52. Dorfbegehung mit 65 Teilnehmern.

 

Treffpunkt war der Gasthof zur Eiche. Alte und auch neue Mitglieder aus dem ganzen Kreis freuten sich über ein Wiedersehen um miteinander zu „schnacken“. Ernst Steenbuck, der wie immer den Ablauf der Dorfbegehungen organisiert hatte freute sich über die gute Beteiligung und den reibungslosen Ablauf.

 

Erste Station war das neue Pastorat. Das neue Pastorat der Kirchengemeinde Todesfelde ist ein Pilotprojekt und das erste Niedrigenergiehaus in der Nordkirche. Das hervorragend isolierte Haus mit Fußbodenheizung. Eine Solartherme auf dem Süd Dach erwärmt das Wasser. - Vom Pastorat aus war Gelegenheit gegeben die Kirche zu besichtigen und über den Friedhof zu gehen.

 

Nächste Station war die Bäckerei von Karl Heinz Rittscher. Der Seniorbäcker hob bei der Vorstellung seines Betriebes hervor, dass bis heute keine Fertigmischungen in den Backofen kommen. Für die Gäste stand ein Brotkorb mit den verschiedenen Brotsorten zum Probieren bereit.

 

Weiter ging es zur Gärtnerei Mohr. Seniorchef Harald Mohr erzählte von den Anfängen des Betriebes, den sein Vater 1948 übernommen hatte. Nach und nach entstand daraus mit Hilfe seiner 13 Kinder die ansehnliche Gärtnerei mit umfangreichen Anzuchtfeldern, Treibhäusern und Verkaufsräumen.

 

 

 

Nächstes Ziel waren die umfangreichen Sportanlagen mit der Sport-Halle. Den drei Fußballfeldern und der Tribüne. Karl Heinz Rittscher, der lange Zeit führendes Mitglied im Sportverein war, erzählte von den ehrenamtlichen Leistungen im Verein und von den umfangreichen baulichen Anlagen. Herausragendes Bauobjekt stellt die Tribüne da, die in Eigenleistung erbaut wurde.

 

 

Für 16 Uhr waren wir bei Schlachter Pirtzuhn angemeldet. Der Chef berichtete über die Geschichte der Schlachterei und über die Zahlen der geschlachteten Tiere. Bei einem Gang durch die Schlachterei wurden die Gäste besonders auf die Hygiene einer Landschlachterei hingewiesen. Viele Schlachtereien mussten wegen nicht eingehaltenen Vorschriften ihren Betrieb schließen. Im Kreis Segeberg gibt es nur noch 5 Land-Schlachtereien.

 

 

 

In der Gastwirtschaft zur Eiche war inzwischen der Kaffeetisch gedeckt. Kaffee und dazu Torte und Kuchen wurden gelobt. Gerd Gröhn aus Wahlstedt als gebürtiger Todesfelder, stellte die Todesfelder Ortschronik, zweiter Teil vor. Er berichtete über den Ortsnamen, über die archäologischen Ausgrabungen auf der Trasse der geplanten Autobahn und über viele andere Dinge aus Vergangenheit und Gegenwart.

 

 

 

 

Fazit der 52. Dorfbegehung:

Alle Teilnehmer waren vom Ablauf und vom Dorf Todesfelde positiv überrascht.

Ernst Steenbuck

Dorfbegehung Hardebek

 

Ernst Steenbuck

 

Dorfbegehung in Hardebek am 4. August 2015

 

Bürgermeisterin Monika Jung begrüßt die Gäste vom Heimatverein (55 Teiln.)

Bürgermeisterin Monika Jung begrüßte bei feucht-schwüler Witterung 55 Gäste am Dörphus. Wegen Urlaubszeit und des weiten Weges in den äußersten Nord/Westen des Kreises blieben doch einige Gäste weg. Erstes Ziel war die Straußenfarm der Familie Marten Die Familie Marten bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung und Ackerbau. Als Nebenerwerb werden bis zu 50 Strauße gehalten. Eier und Fleisch werden zum Verkauf angeboten.

 

Straußenfarm der Familie Marten Siedlungsstelle aus dem Jahre 1921

Zurück zum Dorfhaus. Hier war die Kaffeetafel gedeckt. Ernst Steenbuck zeigte Bilder und berichtete aus der Historie des Dorfes.

  1. Bauerndorf bis 1829

Die Struktur des Dorfes hat sich von 1526 bis zur Gegenwart mehrfach gewandelt. Bis 1829 war Hardebek ein Bauerndorf, das von der Familie Harbek geprägt war und davon auch wohl seinen Namen erhalten hat. Durch den Staatsbankrott des dänischen Staates im Jahre 1813 hatten sich auch die Bauern in Hardebek verschuldet.

  1. Gutsbezirk bis 1897

Diese Notlage nutzte im Jahre 1829 der Landwirt Friedrich Baumann. Er kaufte die Bauernstellen, legte die Ländereien zu einem Gutsbezirk zusammen und baute am Westrand des Dorfes ein Hofgebäude. Der Hof wechselte mehrfach – wohl auch wegen des nicht sehr ertragsreichen Bodens - seine Besitzer. Zum Hof gehörten 1867 1460 Tonnen Land, das Herrenhaus - das um 1869 abbrannte-, eine Meierei, 11 Wirtschaftsgebäude und 11 Instenwohnungen. Letzter Hofbesitzer war der Oberforstmeister von Oertzen. Auch er war gezwungen, wegen Überschuldung den Hof zu verkaufen. Seine Frau, die Hofdame am Kaiserlichen Hof in Berlin gewesen war, gelang es, mit der Königlichen Hofkammer Kontakt aufzunehmen, um den Hof zu verkaufen.

  1. Remontedepot ab 1897

Die Königliche Hofkammer kaufte das Gut am 1. Juli 1897 für 280 000 Mark und verpachtete ihn am 2. März 1898 an die Militärverwaltung zur Einrichtung einer Königlichen Remontedepots. Danach begann eine rege Bautätigkeit. Alle bauten ähneln stark den preußischen Militärbauten der damaligen Zeit und prägen noch heute das Ortsbild.

 

      

                                              

                                     Haus des ehemaligen Gutsinspektors des Remontedepots  

 

 

 

                                     Wohnhaus in Hardebek, ehemals das Haus des "Roßarztes"

                                                                                                                                                                                                             

  1. Siedlungsdorf

Am 1. November 1921 trat das Reichsschatzministerium von seinem Pachtvertrag zurück und übergab den Hof der Schleswig-Holsteinischen Höfebank. Nach Erwerb des ehemaligen Remontedepots Hardebek beschloss die Schleswig-Holsteinische Höfebank, den gesamten Besitz in größere, mittlere und kleine Siedlungen aufzuteilen.

Aus dem Gut Hardebek von 1001 ha waren der Flotthof (211 ha) der sogenannte Hardebeker Hof (80 ha) und 38 kleinere und größere Siedlungen entstanden. Aus dem Gutsbezirk wurde 1928 die Landgemeinde Hardebek.

 

 

Die ehemalige „Rennkoppel „ des RemonteDepots steht als Ausgleichsfläche unter Naturschutz (Trockenrasen)

 

                              

Die sogenannte „Haferscheune“ auf dem Hof Flotthof.

 

  1. Wohngemeinde

Wie in allen Gemeinden spielt die Landwirtschaft nicht mehr die Rolle, wie noch vor 40Jahren. Hardebek hat

z.Z.470 Einwohner und ist als Wohngemeinde sehr beliebt. Beim Spaziergang durch den Dorfkern sah man schöne Einzelhäuser. Zusammen mit den Häusern, die um die Jahrhundertwende entstanden waren und sich in einem guten Zustand präsentierten, machte das einen guten Eindruck. Alle Anlagen, das Kriegerdenkmal, die Beschilderung, Kindergarten, Dorfhaus und Feuerwehrgerätehaus waren gepflegt. Die Nähe zu Brokstedt und Neumünster und die Anbindung zur A7, bieten Anreiz, hier zu wohnen.

Dorfbegehung Seedorf

Ernst Steenbuck, Sievershütten

Dorfbegehung in Seedorf am 5. Mai 2015

Treffpunkt war das Torhaus. 66 Teilnehmer aus dem Kreis Segeberg hatten sich eingefunden und hatten sich viel zu erzählen. Der Kern dieser Begegnungen kennt sich mittlerweile und freut sich auf ein Wiedersehen. Bürgermeister Gerd Lentföhr und Vereinsvorsitzender Ernst Steenbuck begrüßten die Gäste.

 

Es wurden zwei Gruppen gebildet.

Die erste Gruppe unter der Leitung von Ernst Steenbuck ging zum Turmhügel, zum Burggraben und zur gemeindeeigenen Badestelle am Seedorfer See. Der Spaziergang durch den ehemaligen Park des Gutes bei schönstem Frühjahrswetter war etwas Besonderes. Unter

den fast 40 m hohen Eichen, Buchen und Kastanien blühte der seltene Aronstab. Buchfink und Mönchsgrasmücken schmetterten ihre Gesänge.

Die 2. Gruppe unter der Leitung von Bürgermeister Lentföhr besichtigte das Torhaus. Hier ging es in erster Linie um die Historie. Das Torhaus mit seinen beiden Türmen stammt aus der Zeit von 1583. Der Turmhügel, unmittelbar neben dem Torhaus gelegen, mag wohl der Kern des späteren Gutes gewesen sein. Die Burg gehörte im Mittelalter (1480) der Familie Buchwald, ging dann bis zum Jahre 1722 in den Besitz der Familie Blome über. In dieser Zeit fällt die Entwicklung vom Herrensitz zum Gutsbetrieb. 1929 wurden die letzten Gutsbezirke als Verwaltungseinheit aufgelöst. Das war gleichzeitig die Geburtsstunde der politischen Gemeinde Seedorf mit seinen 11 Ortsteilen.

 

Der größte Ortsteil der Gemeinde ist Schlamersdorf mit seinem schönen Dorfplatz und der ST. Jürgen-Kirche.

Mit etwas Verspätung ging es in langer Autokolonne zur Schlamersdorfer Kirche. Nach einem gemeinsamen Mailied erzählte Pastor Meyer interessante Geschichten aus der Kirchenchronik. Z.B. vom großen Brand 1870, als fast alle Häuser der Gemeinde niederbrannten und auch die alte Kirche nicht verschont blieb. Sie stammte noch aus der Zeit, als in der Gegend um Schlamersdorf Vizelin seine Christianisierung voranbrachte. Etwas Besonderes stellt die Taufe dar, sie war schon einmal aus der Kirche entfernt worden. Als beim Kirchenbrand die neuere Taufe verbrannte, besann man sich auf die alte Taufe aus frühgotischer Zeit, die zwischenzeitlich als Viehtränke genutzt worden war. Mit einem neuen Sockel versehen, gehört sie heute zum wertvollsten Inventar der Kirche.

Frühgotischer Taufstein aus der St.Jürgenkirche in Schlamersdorf

Zurück zum Torhaus, ging es zur Kaffeetafel in den Gewölbekeller des ehemaligen Herrenhauses. Vielen Besuchern war dieses einmalig schöne historische Denkmal unbekannt.

Den Abschluss bildete ein Besuch des Haflingerhofes Serafhin in Dorf Berlin. Hier wird Stutenmilch gewonnen, verarbeitet und im eigenen Hofladen verkauft. Die Haflinger Pferde werden, wenn sie abgefohlt haben neben der Aufzucht der Fohlen mit einer Melkmaschine dreimal am Tage gemolken. Die Stutenmilch zeichnet sich durch ihre fast keimfreie Milch aus und wird zum Verkauf in ganz Norddeutschland angeboten, z.B. als Bio-Stutenmilch (meist tiefgefroren), als Duschgel, Kosmetik und als Likör. –

Die Dorfbegehung endete mit einem wolkenbruchartigen Gewitter.

 

Im Melkstand des Hofes Serafhin. Zu den Heimatvereinsmitgliedern hatte sich auch ein Ehepaar aus Kenia gesellt

Dorfbegehung Mönkloh

Dorfbegehung in Mönkloh am 3. Juni 2015

Bei bewölktem Himmel, aber ohne Regen, kamen 53 Personen um das 250 Einwohner zählende Dorf Mönkloh zu besichtigen. Bürgermeisterin Susanne Malzahn begrüßte die Gäste am kleinen Denkmal, das drei spielende Kinder zeigt. Das Denkmal wurde von Leonardo Rossi geschaffen und ist eine Stiftung der Kreissparkasse. Beim Blick auf den gegenüberliegenden 400 Jahre alten Bauernhof fielen die Hühner auf, die auf der Straßenkreuzung nach Futter suchten. Frau Runge meinte, die Hühner seien die besten Garanten um den Verkehr im Dorf zu beruhigen. Den Rundgang über den Hof Runge führte die Bäuerin Heike Möller-Runge mit ihrem Schwiegervater an. Ca. 100 Milchkühe, Jungvieh und Bullen gehören zum Viehbestand. Ein noch richtiger Bauernhof hörte man immer wieder sagen. Große Sorgen bereitet zur Zeit der geplante Autobahnbau. Es ist noch gar nicht lange her, dass in Mönkloh eine Flurbereinigung stattfand, nun sollen die arondierten Flächen wieder zerschnitten werden.

 

 

Zum Gruppenfoto versammelten sich die Teilnehmer unter der einzigartigen, vermutlich älter als 300 Jahre alte Eiche zwischen Wohnhaus und Kuhstall.

 

Die Gemeinde zählt ca. 250 Einwohner. Das Dorfhaus, der „Rungehof“ mit den zahlreichen alten Eichen und Buchen bilden den Dorfkern – man fühlt sich wohl in Mönkloh. Der Große Waldreichtum - 1600 ha - bietet Gelegenheit zum Wandern und zum Verweilen. Höchste Erhebung in dieser sonst ebenen Landschaft ist der  „Butterberg“, ein Bodendenkmal.

Zu Fuß ging es zur Waldkapelle, eine Station des Pilgerweges von Puttgarden nach Glückstadt. Mit dem Bau der Kapelle im Jahre 2000 erfüllte sich der Pensionär Hans Jürgen Frese aus Hamburg einen Traum. Die Kapelle ist zu einem Anziehungspunkt für Ruhe suchende, Wanderer und Ausflügler geworden. Der Ortsname Mönkoh der sich aus Mönch und Lohe zusammensetzt, erinnert mit Sicherheit daran, dass hier einmal Mönche mit Eichenlohe gewirtschaftet haben. Ob Ansgar oder Vicelin hier unweit des Fleckens Bramstede waren, lässt sich nicht beweisen. Auf jeden Fall trägt die Kapelle dazu bei, den Ortsnamen aufzuwerten.

 

  

Nur ca. 100m von der Kapelle steht das schöne Retgedeckte Forsthaus Hasselbusch, wo uns Förster Hubert Bock empfing.

Seit 140 Jahren gibt es staatliche Forstämter auch in Schleswig-Holstein, denn Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm Preußen die Herzogtümer Schleswig-Holsteins. Am 1. Oktober 1867 entstanden neue Verwaltungseinheiten, so auch die Försterei Hasselbusch, aus den einstigen Hegereitstellen wurden Oberförstereien. Im Jahre 2008 wurde die Struktur der Forstverwaltung erneut revolutionär neu aufgestellt. Die Försterei Hasselbusch gehört seit dem zu den Landesforsten Schleswig-Holstein. Die Försterreien wurden angewiesen kostendeckend zu wirtschaften. Wichtige Entscheidungen werden von der Zentrale in Neumünster getroffen. Förster Bock berichtete weiter über Mischwaldkulturen, Wildbestände, Jagdverpachtung, Holzverkauf, Waldwegepflege und noch vieles mehr.

Den Abschluss bildete wie immer die gemeinsame Kaffeetafel. Bürgermeisterin Susanne Malzahn hatte im Dorfhaus alles gut vorbereitet. Mit Diskussionen über den Ort, die Historie und einige Lichtbilder wurde der schöne Tag beendet.

Nützen

Dorfbegehung in Nützen mit 75 Teilnehmern

 

Treffpunkt war der Parkplatz der Recycling-firma Brockmann. Ernst Steenbuck begrüßte die Teilnehmer und übergab die Führung an Boris Schröder, der für das Qualitätsmanagement zuständig ist. Die Recycling-Firma Brockmann unterhält in Nützen ein17 ha großes Betriebsgelände mit großen Hallen. Rund 5000 Tonnen Wertstoffe, wie „Gelbe Säcke“, Bauabfälle oder Papier aller Art, werden im Monat verarbeitet und auf verschiedener Art dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt. Die Firma ist seit 1989 in Nützen und beschäftigt 180 Mitarbeiter.

In langer Autoschlange ging es zum nächsten Großunternehmen. Beim Blumengroßhandel Kreyenhagen wurden wir von der Inhaberin Frau Inga Balke empfangen. Sie berichtete, dass der Betrieb erst vor acht Jahren von Gettorf nach Nützen umgezogen sei. Bessere Anbindung zur Großstadt Hamburg, zur Autobahn und Expansionsmöglichkeiten gaben den Entschluss für den Umzug. Neue moderne Glashäuser mit Regenrückhalte- Becken und einer Beheizung durch eine Biogasanlage zeichnen den Betrieb aus. Die Technisierung ist auf dem neuesten Stand. Die Blumen werden weit über die Grenzen Deutschlands an Blumenläden verkauft.

Von hier ging es über die ehemalige Camper Mühle und durch den Ort Nützen zum Kaffeetrinken in den Gasthof Tietjens. Ernst Steenbuck berichtete über die ehemalige Zwangsmühle, die anfangs   im königlichen Besitz war. Vermutlich wurde der Mühlenteich schon um 1540 herum von Mönchen aus Reinfeld angelegt. Von 1680 bis 1920 wurde die Mühle von der Familie Paustian bewirtschaftet, Anfangs in Erbpacht und ab 1824 als Eigentum.

Bürgermeister Klaus Brakel berichtete, dass das Dorf mit ca. 1200 Einwohnern aus den drei Ortsteilen Nützen, Springhirsch und Kampen besteht. Die Entwicklung des Ortes wurde durch die Planung des Großflughafens - der jedoch nicht gebaut wurde – gebremst und entwickelt sich nun zu einem gefragten Wohnort mit Industrie und Handwerksbetrieben. Den Abschluss bildete eine Lesung der Schriftstellerin Katrin Burseg, die aus ihrem Roman „Der Sternengarten“ las.

 

 1.

 

 

 2.

 

 1 + 2 Betriebsbesichtigung bei Firma Brockmann in Nützen

 

 

 

Bei der Blumenversand-Firma Kreienhagen in Nützen, Inhaberin Frau Inga Balke

 

 

       Die ehemalige Camper Mühle
 

 

 

Nahe im Juli 2014

Dorfbegehung in Nahe am 1. Juli 2014

Die Dorfbegehung in Nahe war gut vorbereitet und hat allen Beteiligten gefallen. 52 Teilnehmer entsprachen nicht ganz den Erwartungen, aber das mag an der Urlaubzeit gelegen haben. Der stellvertretender Bürgermeister Ortwin Peters begrüßte die Heimatfreunde in der Auferstehungskirche Nahe. Pastor Wulf stellte die Kirchengemeinde, und Uwe Fossemer stellte die von ihm künstlerisch gestaltenden Kirchenfenster vor. Über 6000 farbige Glasstücke hatte er für die Fenster aneinandergefügt. Der Fingerabdruck und der Irrgarten, die Tauffenster, die großen bunten Fenster und die schöne Orgel, das hat alle sehr beeindruckt.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche steht die alte Schule, die vor ca. 20 Jahren zum Dorfhaus umgebaut wurde. Auf der gegenüber liegende Seite der Straße liegt die Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Die Gedenksteine spiegeln den großen Verlust an jungen Menschen wider, die vor 100 Jahren für diesen sinnlosen Krieg ihr Leben lassen mussten.

 

 

Beeindruckend ist die über 7 m dicke Eiche auf der Gedenkstätte. Sie könnte aus der Zeit des 17. Jahrhunderts stammen, als hier für Nahe das erste Schulhaus gebaut wurde.

Der nächste Stopp war das Wasserwerk des Amtes Itzstedt. Werkleiter Siegfried Valentin stellte das Werk vor. Es versorgt ca. 4000 Haushalte in Itzstedt, Nahe, Kayhude Oering, Seth, Sülfeld und Sievershütten. Das Wasser wird aus ca 105 m tiefen Brunnen gefördert und im Wasserwerk über Filteranlagen zu 1A Trinkwasser aufbereitet. Die Überwachung der Anlagen leisten zwei Wasserwerker.

 

 

Mühlenbesitzer Heinrich Hüttmann, stellte den Mühlenbetrieb vor. 1827 - nach dem der Mühlenzwang aufgehoben war - baute Heinrich Hüttmanns Urgroßvater die Windmühle auf. 1976 wurde sie Abgerissen, die Windkraft wurde durch Dieselmotoren ersetzt. Während der Erntezeit werden rund 3000 Tonnen Getreide gelagert. Angegliedert sind ein Landhandel und das „Grüne Warenhaus“.

Pünktlich traf man sich zu Kaffee und Kuchen im Sport- und Kulturhaus Nahe. Gemeindearchivar Andreas Fischer-Happel berichtete mit Unterstützung von Lichtbildern über die Dorfgeschichte. - Heimatvereinsvorsitzender Ernst Steenbuck kündigte die 46. Dorfbegehung für Dienstag 2. September an. Dann trifft man sich in Nützen.  

Norderstedt 2014

Besuch in Norderstedt am 3. Juni mit dem Bus

„Dorfspaziergang im Bus durch die größte Stadt im Kreisgebiet“ schrieb die Segeberger Zeitung. Herr Harald Becker, der die Besuchergruppe begleitete schrieb:

In die noch junge Geschichte und auch in die Zukunft der Stadt Norderstedt schaute die Besuchergruppe des Heimatvereins. 42 Teilnehmer erfuhren, dass Norderstedt 44 Jahre nach der Gründung schon 77 000 Einwohner zählt. Sie ist mittlerweile also so groß wie die kreisfreie Stadt Neumünster. Sich aus dem Kreis Segeberg lösen, will Norderstedt aber nicht.

 

 

 

 

 

Im Rathaussaal begrüßte uns Pressesprecher Hauke Borchardt. Er berichtete über das schöne Rathaus, über die Tribüne, den politischen und finanzielle Verhältnissen und über vieles mehr. Bei der Gelegenheit konnte ich Norderstedt als neues Mitglied im Heimatverein aufnehmen. Vom Rathaus ging es zum Feuerwehr- und Stadtmuseum und danach zurück zum „Alten Heidkrug“ nach Kayhude zum Kaffeetrinken.

 

 

Negernbötel

75 Teilnehmer konnte Heimatvereins Vorsitzender Ernst Steenbuck am Treffpunkt Dorfhauses  Hamböteler Huus zur 44. Dorfbegehung begrüßen. Bürgermeister Beuck stellte seine Gemeinde vor. Vier wichtige Vorzeigeobjekte bot das kleine Dorf den Heimatfreunden: die Grünbrücke über die Autobahn, die Schanzenanlage aus dem Jahre 1700, das Langsteingrab in Maleksberg, das Naturschutzgebiet Kiebitzholm und das Heide- und Dünengebiet in der Gemarkung  Hamdorf. Die Gemeinden Hamdorf und Negernbötel bilden seit 1976 eine politische Gemeinde. Für die 1050 Einwohner unterhält die Gemeinde das schöne Dorfhaus Hamböteler Huus und einen Kindergarten.  

 

Am Hamböteler Huus wurde ein Gruppenfoto gemacht; und dann ging es in langer Kolonne zur Wildbrücke. Die Besuchergruppe versammelte sich im Gelände  vor der Brücke, die von hier aus zu überblicken ist. Werner Kurpas, der die Entstehung der Brücke von der Antragsstellung bis zur Fertigstellung miterlebt hat, berichtete u.a., dass die drei aufgestellten Bewegungskameras im vergangenen Jahr 2000 Aufnahmen gemacht hätten. Mit der Fotofalle konnten 408 Wildschweine, 677 Stück Damwild, 621 Rehe, 29 Dachse und 49 Füchse gezählt werden. Aber auch unerwünschte Fotos wurden ausgewertet - so wurden 87 Menschen (darunter 19 mit Hund) gezählt. – Hans Peter Sager wies auf die Wichtigkeit der Brücke bezüglich der vielen Wildunfälle und der Verbreitung von Samen zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt hin. Von der Wildbrücke ging es unter das Autobahn hindurch weiter  zum Kiebitzholm. Hier war einst eine Försterei.

 

Ganz in der Nähe liegen die Schanzen aus dem Jahre 1700. Werner Klose, ehemaliger Lehrer aus Negernbötel, berichtete, dass hier im Jahre 1700 ca. 80 000 Dänen lagen und darauf warteten, dass die feindlichen Schweden, die sich um den Ihlsee herum verschanzt hatten, zum Angriff übergingen. Durch geschicktes Verhandeln des Plöner Herzogs, dem das Amt Traventhal mit seinem Lustschloss gehörte, konnte der sogenannte „Traventhaler Frieden“ geschlossen werden. Einen Eindruck vom Naturschutzgebiet Kiebitzholm verschafften sich die Heimatkundler durch einen langen Fußmarsch zu der offenen Heidelandschaft mit angrenzenden aufgestauten Moorflächen. Eine Galloway-Herde sorgt im Sommer wie im Winter für offenes Gelände. Der Abschluss fand bei Kaffee und Kuchen im Hamböteler Huus statt.

Die nächste Ortsbesichtigung findet am 3. Juni in Norderstedt statt. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich, denn von Kayhude aus soll die Stadt mit einem Bus bereist werden.

 

 

 

Kattendorf

80 Teilnehmer bei der Dorfbegehung

Aus allen Teilen des Kreises kamen Mitglieder des Heimatvereins und wollten sehen, was Kattendorf zu bieten hat. Sie wurden nicht enttäuscht. „Das hätten wir nicht gedacht, dass ein Ort mit gut 800 Einwohnern so viel zu bieten hat“, hörte man immer wieder sagen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es in langer Reihe zu Fuß am Denkmal und der alten Schule vorbei, dann durch das noch junge Siedlungsgebiet Brahmbusch mit schönen Einzelhäusern hin zum „Kattendorfer Hof“. Dort erwarteten uns Angestellte des Demeter Hofes, um uns den landwirtschaftlichen Betrieb mit all seinen Produktionsbereichen und Absatzpraktiken auf Biobasis vorzustellen. Zu Kaffee und Kuchen ging es in „Steenbucks Gasthaus“. Bürgermeister Horst-Helmut Ahrens stellte mit berechtigtem Stolz seine Gemeinde vor. Nach der Kaffeetafel ging es zur Reitanlage Schwiebert. Von dem guten Pferdematerial für die Pferdedressur und den blitzsauberen Anlagen mit den edlen Pferdeställen waren alle begeistert. Von den 15 Hengsten ist besonders der bekannte Hengst Carabas zu nennen, der als Vererber und als Dressurpferd international bekannt ist.

Den Abschluss der Dorfbegehung bildete ein Besuch beim Theater-Club Kattendorf e.V. Das Theatergebäude mit über 120 Sitzplätzen ist das Sahnestück der Kattendorfer. Über 20 Kinder der „Gruppe Regenbogenkinder“ spielten eine Märchenparodie von Walter Kühn. Das war für die Heimatkundler ein Erlebnis, denn das hatten sie bei den zurückliegenden 43 Begegnungen noch nicht erlebt.

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Bürgermeister Horst Helmut Ahrens konnte 80 Gäste begrüßen

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Über 20 Kinder vom Theater-Club Kattendorf spielten für uns eine Märchenparodie

Text und Fotos:
Ernst Steenbuck

Pronstorf

Pronstorfer Dorfbegehung am 06. August 2013 wurde zu einer Reise in die Vergangenheit. Reich an Geschichte ist das Dorf Pronstorf. Über Vergangenheit und Gegenwart des Ortes ließen sich die 60 Mitglieder des Heimatvereins während eines Rundgangs von Bürgermeisterin Bettina Albert sowie von Klaus Mecke, Dieter Harfst, Horst Leonhardt und Hans Caspar Graf zu Rantzau informieren. Als alle Gäste in der Kirche Platz genommen hatten, wurde ein Lied gesungen. Klaus Mecke vom Kirchenvorstand stellte die Geschichte und die Einrichtungen der spätromanische Feldsteinkirche aus dem Jahre 1198 vor. So berichtete er über den Taufengel, dessen Stifter der aus Leezen stammende Pastor Hartung war, über die Rokoko Kanzel die seit 1761 das Kirchenschiff schmückt und über die bemalte Holzdecke aus dem Jahre 1680. Der Rundgang über den Friedhof begann am sagenumwobenen Schalenstein, der aus der Feldmark hier an die Kirche gebracht wurde. Der Spaziergang führte dann über den älteren Teil des Friedhofes. Die alte Kirchhofanlage war gekennzeichnet von der Aufteilung der einzelnen Quartiere der zugehörigen Dörfer zur Kirchengemeinde, sie waren so ausgerichtet, dass sie in die Richtung des Dorfes angelegt waren (Prontorf, Goldenbek, Strenglin, Eilsdorf, Geschendorf, Wulfsfelde, Strukdorf, Reinsbek und Westerrade). Vorbei an den Gräbern der Gutsbesitzer und am viel besuchten Grab von Lettow-Vorbek ging es zum neueren Teil des Friedhofes, der u.a. Gräber der Verstorbenen beherbergt, die 1945/46 im sogenannten Ausweichkrankenhaus des Influxlagers in Segeberg verstarben. Die todkranken Kriegsopfer waren im Herrenhaus des Gutes untergebracht. Den zentralen Punkt des neuen Friedhofes bildet eine wunderschöne alte Blutbuche.

Auf dem Weg zum Gutshof ging es an der ehemalige Schule, am Standort des alten Dorfkrugs, am Pastorat und an der alten Meierei vorbei. Am Torbogen des ehemaligen Torhauses übernahm Hans-Caspar Graf zu Rantzau die Führung und berichtete ausführlich über die Geschichte des Gutes Pronstorf. 1307, das sind über 700 Jahre her, wird zum ersten Mal ein Ritter Bockwold zu Pronstorf erwähnt. 1464 kaufte der König von Dänemark das Gut und gab es 1495 an die Familie Ahlefeld als königliches Lehngut. Durch Heirat und Vererbung ist das Gut danach immer im Besitz von bekannten Adelsgeschlechtern geblieben. 1872 gelangte es in den Besitz der Familie Rantzau. Im 30jährigen Krieg wurden die Gutsgebäude restlos bis auf die Grundmauern geschleift. Aber schon einige Jahre nach dem Krieg wurden die Gebäude neu erbaut. Von diesen Gebäuden ist allerdings fast nichts mehr zu sehen. 1728 lässt der damals erst 24jährige Hofbesitzer Detlev Buchwaldt zu seiner Hochzeit mit Magdalena Lucia Rantzau das Herrenhaus unmittelbar am See erbauen. Der heute noch erhaltene Bau von 1728 zeigt alle Errungenschaften der barocken Baukunst. Das großartige Gesamtbild in der baumbestandenen Seenlandschaft drückt noch heute der Gutsanlage seinen Stempel auf.

Dieses schöne Ambiente nutzt der Graf gegenwärtig bei der wirtschaftlichen Umstrukturierung des Gutshofes. Mit viel Mut und Eigeninitiative zur Wirtschaftlichkeit steht der Betrieb heute auf mehreren Standbeinen. Landwirtschaft und Forsten, Hotelbetrieb und Großveranstaltungen sollen den modernen Gutshof mit den vielen Verpflichtungen und Ausgaben am Leben halten.

Zum Abschluss trafen sich alle Heimatfreunde im alten Dorfkrug. Bei Kaffee und Kuchen gab es viel zu berichten. Dieter Harfst zeigte Bilder von Pronstorf.

Fazit: Es war wieder ein schöner Nachmittag, bei dem grundsätzlich plattdeutsch gesprochen wurde.

Text: Ernst Steenbuck
Fotos: Ernst Steenbuck und Dieter Harfst

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Bürgermeisterin Bettina Albert begrüßt die Gäste. Im Hintergrund die alte Feldsteinkirche mit dem schiefen Turm.

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Die Besuchergruppe auf dem Kirchenvorplatz; man kennt sich und hat sich viel zu erzählen!

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Graf zu Rantzau vor dem Herrenhaus Pronstorf

Kaltenkirchen

53 Mitglieder vom Heimatverein des Kreises Segeberg besuchten im Rahmen der Aktion Dorfbegehungen am 09.10.2012 die Stadt Kaltenkirchen. Erster Stadtrat Karl-Heinz Richter begrüßte die Besucher und Besucherinnen im Rathaussaal. Historie, Verwaltung, politische und Einwohner-Strukturen wurden vorgestellt. Dann ging es mit einem Bus durch alle Bereiche der Stadt. Karl-Heinz Richter wurde von unserem 2. Vorsitzenden Michael Schröder, der in der Verwaltung der Stadt beschäftigt ist, bei der Erläuterung der einzelnen Bau- und Gewerbegebiete unterstützt. Er berichtete über die Handelsbeziehungen ehemaliger und noch bestehende Großbetriebe der Stadt. Auch die städtische Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der Gewerbeansiedlung und des Wohnungsbaus wurde bei der Busfahrt sichtbar dargestellt, wie z. B. das neu errichtete Zentrallager der Firma Jungheinrich. Aber auch die Historie der ehemaligen Firmen, die Kaltenkirchen einst prägten und nicht mehr vorhanden sind, riefen bei den älteren Teilnehmern Erinnerungen wach.

Durch einen engen Feldweg brachte der Bus die Heimatkundler zur KZ-Gedenkstätte in Springhirsch. Bei der fachkundigen Führung durch Herrn Hans-Joachim Wolfram erfuhren die Teilnehmer von der Unterbringung und der Zwangsarbeit der Häftlinge des einstigen Außenlagers von Neuengamme. Ein trauriger Geschichtsabschnitt aus der jüngeren Geschichte.

Anschließend ging es zur Besichtigung der Michaelis-Kirche. Die Kirche, die sich mit ihrem runden Wehrturm gut präsentiert. Michael Schröder, der als Stadtchronist vor gut einem Jahr die Ortschronik verfasste, konnte von der ersten Aufzeichnung 1301 bis zur Gegenwart über viele Details der Kirchengeschichte berichten.

Mit einer Kaffeetafel im Bürgerhaus endete der Besuch. Alle Teilnehmer, selbst die Ortsansässigen, waren überrascht von der wechselnden Geschichte, aber auch von der eindrucksvollen baulichen Entwicklung vom Dorf zur Stadt. Ein Wiederkommen lohnt sich, um z.B. in aller Ruhe die KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Ein weiteres Ziel könnte ein Spaziergang durch den großen Freizeitpark mit seinem Schmetterlingsgarten, der vom NABU unterhalten wird.

Mit 59 Personen war der Bus genau ausgebucht:
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Michael Schröder stellte auch die Kirche vor:
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Kisdorf

Bürgermeister Reimer Wisch begrüßte zur 41. Dorfbegehung am 4. Juni 2013 58 Teilnehmer im Margarethenhoff. Im Festsaal präsentierte der Kulturverein Kisdorf eine Gemäldeausstellung mit mehr als 500 Bildern, eine Gelegenheit für die Besucher, sich die schönen Bilder anzusehen und zu würdigen. Zu Fuß ging es dann zu „Mercedes Wessel.“ Kurz und knapp stellte der Inhaber des Autohauses den Betrieb vor. Er wies besonders auf die Reparaturwerkstatt für Lastwagen und auf das große Ersatzteillager hin. Danach musste die viel befahrene Straße von Kaltenkirchen nach Henstedt (ca. 11.000 Fahrzeuge am Tag werden auf dieser Strecke gezählt) gekreuzt werden, um in den Krähenwald zu gelangen. Fast ebenso viele Fahrzeuge befahren die Strecke von Kisdorferwohld in Richtung Ulzburg durch Kisdorf, das ist eine große Last für den Ort.

Über den Krähenwald und über die ca. 1.500 Saatkrähen wusste Professor Klaus Huber vieles zu berichten. Von Februar - zur Paarungszeit - bis in den Juli hinein halten sich die Saatkrähen hier auf und haben dort ihre Schlafplätze. Pro Nest werden ca. zwei Jungvögel großgezogen. Bei Wind und Regen fallen viele Jungvögel aus dem Nest und verenden.

Den interessierten Heimatfreunden wurde dann das in der „Ole School“ untergebrachte Archiv vorgestellt. Den Margarethenhoff von Martin Ahrens mit seinen vielen Museumsstücken und den im Ursprung belassenen Wohnräumen des Niedersachsenhauses stellte Jürgen Hroch vor, der auch Vorsitzender des „Fördervereins Margarethenhoff“ ist.

Bei Kaffee und Kuchen wurde - wie immer - viel erzählt. Bürgermeister Wisch stellte die Gemeinde vor. Als größtes Dorf des Amtes Kisdorf leben hier 3.600 Einwohner. Die Gemarkung umfasst 24,52 qkm. Besonders die großen Bauernwälder und das Gehege Endern mit seinen Schluchten und Bergen (Ratkrügen 91 m hoch) sind begehrte Ausflugsziele. Die reichhaltige Pflanzenwelt lockt viele Naturfreunde in den sogenannten Urwohld.

Marlene Hroch berichtete in anschaulicher Art aus der Historie der Gemeinde. Noch vor Weihnachten soll eine Dorfchronik zum Verkauf vorliegen. Grundlage für die Neuauflage ist eine 2.000 Seiten umfassende, nicht gedruckte Chronik ihres Vaters Ernst Kröger.

Die nächste Dorfbegehung führt im August nach Pronstorf.

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Saatkrähen an der „Wesselkreuzung“in Kisdorf.

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Klaus Huber berichtet über die Saatkrähen

Leezen

Zu Dienstag dem 7. Mai hatte der Heimatverein des Kreises Segeberg zu seiner 40. Dorfbegehung nach Leezen eingeladen. Treffpunkt war Teegens Gasthof. Über 70 Gäste waren gekommen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Ernst Steenbuck und des Bürgermeisters Ulrich Schulz ging es zur Leezener Kirche. Dort begrüßte uns Pastorin Penner. Ein Bericht aus unserem Jahrbuch von 1962 lieferte alle vorhandenen Daten zur Geschichte der Kirche. Das Kirchspiel wurde um 1134 gegründet und man kann wohl auch davon ausgehen, dass in jenen Jahren ebenfalls die Feldsteinkirche gebaut wurde. Ihre älteste Erwähnung finden wir in einem Privileg Heinrichs VI. (1192) und in einer Bulle Innozenz III. vom 10. Oktober 1199: „Ecclesia in latzinghe“. 1870 wurde diese Feldsteinkirche abgerissen und im heutigen Baustil neu aufgebaut. Viele interessante Funde, kamen beim Abriss zu Tage, z.B. die Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert, die alte „Leezener Döp“, und Teile des Altars. In unseren Jahrbüchern 1962 und 2008 erfahren sie mehr darüber.

Von der Kirche ging es in langer Autokolonne zur Biogasanlage. Jörg Reher und Rolf Hildebrandt als Mitinhaber der GmbH & Co kg stellten Betrieb und Produktion von Gas und Wärme vor. Als Abnehmer der Fernwärme sind das Lactopropt Milchwerk, die Schule, das Pastorat, die Amtsverwaltung, Teegens Gasthof und mehrere Einzelhäuser zu nennen. Von hier aus sollte es zur Wasserbüffelherde im Urstromtal zwischen Leezen und Kükels gehen, aber davon wurde aus Zeitmangel Abstand genommen und den Teilnehmern empfohlen, die wunderschöne Auenlandschaft, die von der Schober-Stiftung extensiv bewirtschaftet wird, ein anderes Mal zu erkunden.

Nächstes Ziel war die Amts-Schule mit ihren Sportanlagen am Leezener See. Amtsvorsteher Jürgen Hildebrandt-Möller stellte die Schule vor. Das Amt hat in den zurückliegenden Jahren über 4 Mil. Euro in die Schule investiert. Neugierde erweckte die moderne Whiteboard Wandtafel in den Klassenräumen, die von einer Lehrerin vorgestellt wurde.

Zur Kaffeetafel in Teegens Gasthof zeigte Reinhard Rode treffende Fotos von Leezen aus Vergangenheit und Gegenwart.

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Begrüßung durch den Amtsvorsteher Jürgen Hildebrandt-Möller in der Leezener Amtsschule

 

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Besichtigung der Biogasanlage Leezen

Text und Fotos: Ernst Steenbuck, Sievershütten

Klein Gladebrügge und Traventhal

45 Teilnehmer konnte Bürgermeister Arne Hansen aus Klein Gladebrügge am 4. September 2012 am schönen Dorfhaus begrüßen. Es kamen ca. 20 Personen weniger als sonst, aber viele parallel laufende Veranstaltungen wie z. B. Die mehrtägige Busfahrt des Heimatvereins verhinderte die Teilnahme vieler Mitglieder. Bürgermeister Hansen schilderte die großen Probleme mit dem zu erwarteten Autobahnbau. Von welch großer Bedeutung die Entscheidung zur Trassenführung für Gladebrügge und Bad Segeberg führen wird, werden viele Einwohner erst bei der Fertigstellung der Autobahn zu spüren bekommen. Ob allerdings ein „Nordbogen“, eine Untertunnelung oder eine überdachte Streckenführung unmittelbar an der Stadt eine bessere Lösung ist, bleibt dahin gestellt. Der Blick ins schöne Travethal wird sich verändern!
Auf dem Wege nach Traventhal, entlang des in diesem Jahr eingeweihten neuen Radfahrweges, wurde ein kleiner Stopp beim Rantzau-Stein eingelegt. Dann ging es nach Traventhal. Am ehemaligen Landgestüt begrüßte Bürgermeister Udo Bardowik die Gäste und berichtete über die Historie des ehemaligen Lustschlosses der Plöner Herzöge. Interessant waren die Erklärungen von Friedrich Obersteller zum Plöner Wappen. Es zierte einst die Giebelwand des Lustschlosses und ist jetzt am lang gestreckten Pferdestall angebracht. In der historischen Reithalle des ehemaligen Landgestüts wurde die Geschichte des Landgestüts erläutert. Um die 200 Hengste waren hier für den Deckbetrieb in Schleswig-Holstein stationiert. 1960 wurde das Gestüt aufgelöst. – Weiter ging es über den Bauhof des Kreises Segeberg zum ehemaligen Park. Die prächtigen Lindenalleen aus dem Jahre 1732 und die Grotte am Abhang der einstigen Parkanlage vermittelten einen Eindruck von der einstigen Parkanlage, die nach englischem Vorbild angelegt war. Den Abschluss bildete wie immer das gemeinsame Kaffeetrinken. Frau Nohns –Mitinhaberin des Cafés hatte bei strahlendem Wetter auf der Terrasse des ehemaligen Gestütswärterhauses gedeckt. Die interessante Historie und die schöne Aussicht ins Trave Tal wird vielen in guter Erinnerung bleiben.

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Fanden hier einmal geheime Sitzungen des „Elefantenordens“ statt?

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Friedel Obersteller aus Bad Bramstedt erklärt die Zeichen auf dem Plöner Wappen.

Groß Kummerfeld

Kummerfeld - gehört das eigentlich noch zum Kreis Segeberg? Das fragten einige Segeberger. Ich meine, es ist wichtig, dass wir gerade die an den Grenzen des Kreises liegenden Gemeinden besuchen und kennen lernen. Kummerfeld hat uns viel geboten. Die Gemeinde besteht aus vier Ortsteilen: Groß Kummerfeld, Kleinkummerfeld, Kleinkummerfeld-Bahnhof und Willingrade. Bürgermeister Wilhelm Möllhoff begrüßte uns am Gemeindezentrum – Cumerfeldhuus, Schule, Feuerwehr, Denkmal alte Linde – Wegen der weit auseinander liegenden Ortsteile wurde die Strecke mit den PKWs abgefahren. In langer „Auto-Schlange" begann man mit der Suche nach der Störquelle. Dann ging es zum Kindergarten in Willingrade und zum ehemaligen Flugplatzgelände usw.

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Die alte Papiermühle an der Stör

Eine Sehenswürdigkeit war die alte Papiermühle an der Stör zwischen Groß Kummerfeld und Gadeland. Bis nach Frankreich, so berichtete der Ortschronist Franz Großekettler, habe man das feine Papier verkauft. Die Fasern wurden z.T. aus Altkleidern (Plünn) hergestellt. Die Antriebsenergie für die Mühle lieferte die aufgestaute Stör. Arm wie Plünnen-Sammler waren zur Gründungszeit der Ortschaften auf dem mageren Geestboden alle Bewohner. Der Ortsname Kummerfeld erhielt danach seinen Namen.

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Teil des Eisenbahnmuseums

Nächstes Highlight war der Museumsbahnhof Kleinkummerfeld. Die meisten Heimatfreunde kannten das Museum nicht und waren erstaunt über die vielen Einzelheiten eines ehemaligen Bahnhofs.

Klein Rönnau

Treffpunkt am 7. August 2012 war die Wassermühle in Klein Rönnau. Bürgermeister Dietrich Herms begrüßte die ca. 65 Gäste im Kulturraum der Mühle und stellte seine Gemeinde vor. Mit einem ausführlichen Bericht über die 1.600 Einwohner zählende Gemeinde galt es anschließend noch Fragen zu beantworten. Dann wurde von drei Ehrenamtlern auf drei verschiedenen Etagen die im Jahre 1649 gebaute und nun unter Denkmalschutz stehende Mühle gezeigt. Weiter ging es ins Haus Rönnau, wo die Gäste sich über das Gemeindezentrum, den Kindergarten, das Sportzentrum mit seinen Sportplätzen und die Kleiderkammer informieren konnten. Einen Eindruck von der landschaftlichen Schönheit der Gemeinde gab es zum Schluss bei einem Spaziergang zum Klüthsee und Segeberger See. Beim anschließenden Kaffeetrinken im Klüthseehof entstand ein reger Austausch über heimatkundliche Themen.

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Mit der Renovierung der Wassermühle aus dem Jahre 1649 haben sich Ehrenamtler um Klaus Bostedt große Verdienste erworben.

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Bürgermeister Dietrich Herms begrüßte uns im Tagungsraum der Mühle.

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Kayhude

Trotz Urlaubszeit am 3. Juli 2012 waren 53 Heimatfreunde gekommen. Die Anfahrt war schwierig, weil die B432 in Itzstedt gesperrt war. Vom Parkplatz des „Alten Heidkruges“ ging es zu Fuß durch den Wald entlang der Alster zum ehemaligen Schießstand. Hier zeigte sich schon, dass Kayhude mehr zu bieten hat als die Ortsdurchfahrt nach Hamburg. Die Steilufer und der schöne Wald laden zu einer Wanderung ein. Zurück zum Heidkrug ging es zunächst zur Firma Hako. Der stellvertretende Betriebsleiter führte durch den Betrieb. Er berichtete u, a., dass die Verkaufsniederlassung das älteste Unternehmen in Kayhude ist. Seit 41 Jahren werden von hier Mehrzweckmaschinen, wie Kehr- und Saugmaschinen, in ganz Norddeutschland vertrieben. Das Unternehmen wurde 1924 von Hans Koch (daher Hako) gegründet, und gehört seit 2004 zur Possehl-Gruppe. In den neuen Verkaufs- und Reparaturräumen an der B432 arbeiten heute 25- von weltweit beschäftigten 2100 Mitarbeitern. Im Saal des Heidkruges gab es Kaffee und Kuchen. Bürgermeister Bernhard Dwenger stellte seine Gemeinde vor. Mit ca. 500 ha Gemeindefläche und etwas über 1100 Einwohnern ist Kayhude die kleinste Gemeinde des Amtes Itzstedt. Die Schule, das Wasserwerk und die meisten Vereine sind dorfübergreifend nach Nahe orientiert. Der gebürtige Kayhuder Ernst-Jürgen Ellerbrook, der die Vergangenheit des Dorfes aufgearbeitet hat, erzählte Interessantes über die Alster, die früher als Lebensader nach Hamburg führte. Bis vor 100 Jahren wurden auf sogenannten Alsterbock-Kähnen Segeberger Gips, Naher Ziegel, Findlinge und Torf in die Metropole geschifft. Ellerbrook berichtete weiter über die Schiffsreparaturwerkstatt, den „Alten Heidkrug“ als Vergnügungszentrum und als Umschlagstation für Butterhändler, drei historischen, alten Grenzsteinen - den sogenannten Russensteinen – markieren die Grenze zwischen dem ehemaligen adligen Gut Borstel und den 4 fernen Dörfern des ehemaligen Amtes Trittau, das zum Herzogtum Gottorf gehörte. Zum Abschluss zeigte ich noch Bilder von unseren letzten Veranstaltungen. - Den Abschluss bildete die Besichtigung des Dorfkerns und der  noch gut erhaltenen Schleuse am Wanderweg zum Ehlersberg.

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Treffpunkt für die Dorfbegehung in Kayhude war der Alte Heidkrug

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Am Wanderweg durch den schönen Wald entlang der Alster trifft man auf einen ehemaligen Schützenstand.

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Kükels und Mözen

Mit einer Rekordbeteiligung von 80 Teilnehmern startete der Heimatverein die Saison 2012. Treffpunkt am 8. Mai 2012 war der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Hauschild. Zum Empfang überraschte die Familie alle Gäste mit einem Milchshake. Betriebsleiter Klaus und Senior-Chef Peter Hauschild stellten den Hof vor. Peinliche Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit zeichnen den Betrieb aus. Seit über 100 Jahren werden Rotbunte Rinder gemolken und gezüchtet. Beeindruckend war die Aufstallung der 160 Milchkühe im Boxen-Liege-Stall mit Melkstand, Jungvieh- und Kälberstall. Seine 440 Einwohner zählende Gemeinde Kükels stellte Bürgermeister Holger Möller am Dorfzentrum vor. "Das ansprechende Feuerwehrgerätehaus und der schöne Tanz- und Veranstaltungssaal in dem ehemaligen Hühnerstall sind die Markenzeichen des kulturellen Lebens", erläuterte er. Hans-Peter Sager berichtete über den Kükelser Gemeindewald, der gerade kürzlich durch die Landwirtschafts- Ministerin ausgezeichnet worden war. Die ca. 10 ha Wald liegen auf der Grenze zu Todesfelde und Fredesdorf; dieser Landstrich ist durch die interessanten Urstromtäler gekennzeichnet.

Der Empfang der 80 Heimatkundler durch die Familie Hauschild war herzlich und beeindruckend. Die Hauschilds pflegen bäuerliche Tradition, dazu gehören auch die Hofanlage und letztlich auch die schöne Haustür.

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In Mözen begrüßte Bürgermeisterin Sabine Meyer die Gäste. In der Gemeinde mit rund 455 Einwohnern gibt es noch vier aktive Landwirte. Einer davon ist der Betrieb von Volker und Astrid Kaack. Im Jahre 2000 war der Betriebshof von der Dorfmitte an den Rand des Dorfes ausgesiedelt. Mit rund 180 Kühen und ca. 160 Stück Jungvieh ist der Betrieb wirtschaftlich gut aufgestellt. Gemolken wird in einem Melkkarusell mit 20 Plätzen. Die Zuchterfolge der Familie Kaack sowohl bei den Schwarzbunten Schleswig-Holsteinern als auch bei den Holsteiner Pferden sind weit über die Grenzen anerkannt. In Mözen gab es schon immer einen Fischer. Durch moderne Vermarktung hat sich das Fischgeschäft Teegen zu einem wichtigen Gewerbebetrieb im Dorf entwickelt. - Kaffee und Kuchen gab es im Haus Rothfoss. Interessante Erinnerungen aus der Geschichte der beiden Dörfer- vorgetragen auch aus dem Kreis der Besucher - trugen zum Gelingen dieser Dorfbegehung bei.

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Die Gruppenaufnahme entstand unterhalb des Hauses Rothfoss am Mözener See

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Itzstedt

Auch zu der 33. Dorfbegehung in Itzstedt am 05. September 2011 kamen über 60 Teilnehmer. Bürgermeister Freerk Fischer begrüßte die Heimatfreunde bei Juhls Gasthof. Er führte die Gruppe durch den Teil des alten Dorfkerns. Vorbei an am Kindergarten, dem ehemaligen Feuerwehrhaus, der jetzt als Bauhof genutzt wird, ging es zur alten Beste-Brücke. In diesem Teil befinden sich auch die Regenrückhaltebecken. Spielplätze und Denkmalsanlagen waren in gut gepflegten Zustand. Interessant das Denkmal „Op ewich ungedeelt“ mit der Doppeleiche aus dem „Befreiungskrieg“ 1848. Der prächtige Baumbestand ist ortsprägend für diesen alten Dorfkern. Sorgen bereiten einige Grundstücke der ehemaligen Gehöfte. Nach diesem kleinen Rundgang ging es in langer Autokolonne durch den sogenannten Totenweg. Hier fuhren zu der Zeit als die Sievershütter und Oeringer noch zur Kirche in Sülfeld gehörten die Leichenwagen zum Friedhof nach Sülfeld. An der Norderbeste wurde gehalten. Ernst Steenbuck berichtete kurz über die Zugehörigkeit Itzstedts zum ehemaligen Amt Tremsbüttel. Itzstedt wurde bereits 1440 urkundlich erwähnt. 1475 – am Tage des heiligen Gallus - verkaufte der Knappe Lüder Heest Herrenhaus und das Amt Tremsbüttel an den Lauenburger Herzog Johann, Herzog to Sassen. Itzstedt gehörte zu den verkauften Dörfern und war durch die Zugehörigkeit zum Amt Tremsbüttel Lauenburgisch. Erst der Gottorfsche Herzog Adolf I. sorgte dafür, dass das als uraltes Holstengebiet dem Herzog von Gottorf zugeschrieben wurde. An die Zugehörigkeit Itzstedt zum Amt Tremsbüttel erinnert der große Grenzstein mit der Aufschrift „Amt Tremsbüttel“an der Beste im Totenweg. Etwas zu früh war man auf dem Gelände der Biogasanlage an der Oeringer Straße, die zu Itzstedt gehört. Bürgermeister Fischer und einige Heimatfreunde konnten reichlich Auskunft über die im Wachstum begriffene Anlage machen. Es wird Gas an das Forschungsinstitut Borstel geliefert und dem nächst auch nach Itzstedt an das dortige Heizkraftwerk. Nächste Station war die Badeanstalt am Itzstedter See. Obwohl es bei warmen Sommertagen 1000 bis 3000 Besucher gibt, ist die Badeanstalt, die vom Amt Itzstedt betrieben wird, ein Zusatzgeschäft. Frau Ramm berichtete bei dieser Gelegenheit über die archäologischen Ausgrabungen im Nord-Westen des Sees. Die Funde decken sich mit den Ausgrabungen vom Ahrensburger Tunnel Thal und beweisen, dass hier am Itzstedter See schon in der Stein- und Bronzezeit Menschen gesiedelt haben.
Letzte Station der Rundfahrt war das Nienwohlder Moor. Hans-Peter Sager konnte als Kreisnaturschutzbeauftragter über das großflächige unter Schutz stehende Landschaftsschutzgebiet berichten. Erstaunt war man über die schlechte Knickpflege und über die Fülle des Jakobkreuzkrautes, das sich über ca. 10 ha flächendeckend ausgebreitet hat. Vorbei an der Quelle der Norderbeste, deren Wasser in die Ostsee fließt. Das Wasser aus dem Itzstedter See fließt dagegen in die Nordsee. Danach ging es auf dem Fahrradweg, dem ehemaligen Damm der EBO, zurück zur gemeinsamen Kaffeetafel in Juhls Gasthof. Hier wartete bereits der Künstler Uwe Fossemer, der beim gemütlichen Kaffeetrinken plattdeutsche Geschichten vorlas. Seine gute plattdeutsche Aussprache beeindruckte die Heimatfreunde. Nach weiteren Infos von Bürgermeister Fischer über die Gemeindestruktur ging wieder eine Dorfbegehung zu Ende, die allen gefallen hat.


Uwe Fossemer


Die Teilnehmergruppe in Itzstedt

Heidmühlen

Treffpunkt war am 7. Juni 2011 an der Kapelle. Nachdem eine Trauergemeinschaft das Gotteshaus verlassen hatte, nahmen alle 70 Teilnehmer Platz. Klaus Gröhn stimmte das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ an und alle sangen kräftig mit. Hans Mehrens und Annemarie Kröger stellten die Kapelle vor und erzählten aus der Zeit, als die Heidmühler noch nach Großenaspe zur Kirche mussten.


Annemarie Kröger erzählt aus der Kirchengeschichte von Heidmühlen

Zu Fuß ging es zur Wassermühle, die bei laufendem Wasserrad durch den Besitzer Prof. Hoppe vorgestellt wurde. In einer noch vorhandenen Urkunde wird die Wassermühle erstmals im Jahre 1224 erwähnt. Als im Jahre 1490 das Herzogtum geteilt wurde, ergab es sich, dass die Grenze Heidmühlen teilte. Die Osterau, die mitten durch Heidmühlen fließt, bildete die Grenze. Der nördliche Teil wurde dem Herzogtum Gottorf zugesprochen und der südliche Teil dem Amt Segeberg, das königlich war. Diese Teilung bewirkte, dass der nördlich von der Osterau liegende Ortsteil „Mühlenholz“ von Neumünster regiert wurde und der südliche Teil von der Siegesburg aus. Das Dorf Heidmühlen wird erstmals 1606 erwähnt.


Das Mühlrad ist vor ein paar Jahren überholt worden.  Durch den Stau der Osterau fällt das Wasser mit Getöse auf das Mühlenrad.

Die Schweden zerstören die Wassermühle im Jahr 1643. Sie wird 1773 zu einer Erbpachtmühle; zu ihr gehören 109 ha Land. Die Bauern aus der Umgebung hatten die Kornmühle als Zwangsmühle aufzusuchen. Dann ging es in langer Autokolonne nach Glashütte im Segeberger Forst, wo uns OFR Harald Nasse empfing. Nachdem er über Verwaltung und Historie des Segeberger Forstes berichtet hatte, ging es in das 42 Ha große Waldstück, das als Urwald ausgelegt ist und zwischenzeitlich auch schon den Charakter eines Urwaldes zeigt. Über nicht endende Waldwege ging es zum Holmsbarg mit seinen beeindruckenden Abhängen, die das Urstromtal nach der letzten Gletscherschmelze hinterließ.


Bei Familie Greve/Klein wurde es sportlich. Herr Klein ist nominiert für die deutschen Meisterschaften im Timbersport und führte uns in sein Trainingsprogramm ein.

Dann ging es zu Kaffee und Kuchen zum Klint. Petra Wede und Frau Kim-Guse erzählten von der Dreschgemeinschaft Heidmühlen und ich zeigte noch einige Fotos. Beide Veranstaltungen wurden von den Teilnehmern mit viel Lob bedacht und von der Presse gewürdigt.

Hitzhusen

In Hitzhusen begannen am 03. Mai die Dorfbegehungen für 2011. Bürgermeisterin Frau Peschel begrüßte 56 Teilnehmer am Dorfhaus. Sie hatte sich gut vorbereitet, und stellte ihre Gemeinde von der Historie bis zur Gegenwart vor. Die beachtlichen Erfolge von Gewerbebetrieben, Neubausiedlungen und prächtigen Einzelhäusern mit schönen Gärten machten den Rundgang durch das Dorf bis an die Bundesstraße 206 zu einem Erlebnis. Einige Besucher wagten den Vergleich, Hitzhusen sei das Blankenese von Bad Bramstedt. Allerdings nicht an der Elbe gelegen, sondern an der Bramau.


Ein Bootsanleger –unmittelbar an der B206 ermöglicht es den Kanufahrern von hier aus über die Bramau zur Stör zu paddeln.


Schule und Turnhalle


Eine Besonderheit bietet die Schullandschaft. Neben der Grundschule gibt es ein privates Gymnasium, deren Schüler aus Gemeinden in einem Umkreis von 20 km kommen.

Interessantes gab es im Storchenpark zu sehen. 1989 hatte hier das erste Brutpaar zwei Jungen großgezogen. Die Horste waren alle besetzt und einige Storchenpaare hatten bereits ausgebrütet. Frau Schoen erzählte, dass 2010 - 28 Storchenpaare in Hitzhusen gebrütet hätten und 68 Jungstörche aufgezogen wurden. Das bedeutet, dass es im Herbst 2010 - 133 Störche in Hitzhusen gab. Reichlich Kaffee und Kuchen gab es von den Landfrauen. Wolfgang Ahle zeigte Fotos über Beamer und es wurde über die Historie des Dorfes gesprochen.

Hartenholm

Die sechste und letzte Dorfbegehung des Jahres 2010 fand am 5. Oktober 2010 in Hartenholm statt. 62 Heimatfreunde trafen sich im Park des Waldgutes Fallmeier. Hans Burkhard Fallmeier gab einen historischen Überblick über das Wald- und Jagdgut Hartenholm. Es hatte bereits viele Eigentümer. Aus der ehemaligen Schäferei entstand im 18. Jahrhundert das Waldgut. Der Schäfereibesitzer Gosch, die Familie Ahlefeld und die kurzfristige Zugehörigkeit zur dänischen Krone sollen hier erwähnt sein. Viele Arbeiter fanden im Wald und in der Landwirtschaft Arbeit. 1921 wurden Teile des Gutes durch die Rentenbank aufgesiedelt. Es entstanden viele kleine Nebenerwerbsstellen in Hartenholm. 1935 kaufte die Familie Fallmeier das Gut mit noch 466 ha. - Als etwas Besonderes wurden die Grenzsteine an den Toreinfahrten bestaunt, Sie wurden zu der Zeit gesetzt, als das Gut königlicher Besitz war.


Foto: W. Ahle

    

Herzlicher Empfang der Heimatkundler im Park der Familie Fallmeier. li Besitzer des Waldgutes Burkhard Fallmeier, re. Frau Gertraut Haak, verw. Fallmeier.

Nächste Station sollte eigentlich der Ruheforst sein, auf dem bereits 230 Beisetzungen stattfanden. Aus Zeitgründen fuhr man erst zum High-Tech-Unternehmen Logopak. Die Heimatkundler waren völlig überrascht über die betriebliche Vielfalt. Viele Besucher hatten keine Vorstellung über das, was sich hinter dem Firmennamen Logopak verbirgt und hörten erstmals, dass Logopak Europas führender Hersteller des logistisch integrierten Etikettier-Systems ist. Die Begrüßung durch Firmenbesitzer Christopher Hastings-Long fand im großzügig ausgebauten Empfangsgebäude statt. Im Anschluss ging es in zwei Gruppen durch die Produktionsräume. Von 1980 an und in den folgenden Jahren wurden eine alte Bauernstelle und das ehemalige Gebäude der Raiffeisenbank übernommen und zu einer Produktionsstätte mit einer Fläche von etwa 4000 Quadratmetern umgebaut. Welch ein Wandel eines kleinen Bauernhauses von 1830 zur heutigen Produktionsstätte! Wo einst Kühe, Schweine und Pferde untergebracht waren, arbeiten hier heute Programmierer an Computer-Programmen zur Erstellung von Maschinen und Robotern.


Begrüßung der Heimatvereinsgruppe im Begrüßungsraum der Logopak durch den Firmenbesitzer Christopher Hastings-Long

Die Gruppe wurde geteilt. Uwe Mohr zeigte in Vertretung der verhinderten Archivarin Gertrud Köck das Dorfarchiv im Keller des Feierabendwohnheimes. Mit 250 Gegenständen aus der Vergangenheit ist das Museum zwischenzeitlich eine Sehenswerte Einrichtung geworden. Die 2. Gruppe hatte sich auf den Weg zum privaten Radiomuseum von Dieter Ziel gemacht. Die vielen Radios - vom Volksempfänger über alle Radiomarken und Musiktruhen fanden das Interesse aller Besucher. Begeistert wurde nach alten Schlagern gesungen und getanzt. Schade, dass auch hier die Zeit zu kurz war, denn Familie Ziel hatte Kaffee, Kuchen und Sekt bereitgestellt. Ein Hinweis für Ausflügler: Es lohnt sich, hier einmal ein paar Stunden zu verbringen.


Foto: W. Ahle
Im Radio-Museum von Dieter Ziel gab es nicht nur Musik aus alten Radios und Musiktruhen, sondern auch Korn und Bier!

Beim abschließenden Kaffeetrinken im „Gasthaus Zur Linde“ wurden Geschichten und Begebenheiten aus Hartenholm erzählt. Meinert Schweim als alteingesessener Landwirt und  Kreisbläserobmann hatte interessantes zu erzählen. Ein herzliches Dankeschön an Bürgermeister Johannes-Hermann Richter für die Gastfreundlichkeit beendete die interessante Dorfbegehung. Die 30. Dorfbegehung in Hartenholm gehörte zu den Höhepunkten der bisherigen Besuche in den Dörfern des Kreises Segeberg. Alle waren überrascht, wie aus einem Ort, in dem bis vor dem Kriege noch Not herrschte, ein reiches Dorf geworden ist.

Garbek

In der Reihenfolge unter „G“ war zu der Dorfbegehung jeweils am ersten Dienstag im Monat am 2. August bei herrlichstem Wetter das Dorf Garbek (Ortsteil der Gemeinde Wensin) dran, von Mitgliedern und Freunden des Heimatvereines des Kreises Segeberg besucht zu werden.

Da der erste Vorsitzende Ernst Steenbuck und sein Vertreter Hans Rahlf nicht abkömmlich waren, übernahmen Klaus Stegemann und Dieter Harfst es, die über fünfzig Teilnehmer zu begrüßen. Hierbei wurden Zettel verteilt; die Teilnehmer sollten nämlich den Umfang der 1871 gepflanzten „Kaisereiche“ (heute auch „Friedenseiche“ genannt) erraten.

Henstedt

Am Treffpunkt an der Kirche konnten Bürgervorsteher Carsten Schäfer und Herr Zelck von der Stadtverwaltung am 8. September 2010  45 Teilnehmer begrüßen. Diakon Harder stellte die Kirche und die Kirchengemeinde vor. Danach ging es unter Führung von Johann Schümann über den Friedhof zur Friedhofs-Halle, vorbei an neuen reetgedeckten Einzelhäusern und an ehemaligen Bauerngehöften.

Hasenkrug

Zum Treffen ganz im Westen des Kreises - im Dreieck der Kreise Segeberg - Rendsburg- Eckernförde und Steinburg trafen sich gut 40 Teilnehmer. Bürgermeister Aszmoneit fuhr mit uns am 8. August 2010 zum Windpark und erzählte von Ausnutzung der Stromgewinnung und von Zukunftsplänen des Parks.

Hasenmoor

Und wieder waren 60 Teilnehmer am 6. Juli 2010 gekommen. Bürgermeister Klaus-Wilhelm Schümann begrüßte uns am 6. Juli 2010 im Dorfteil Wolfsberg, dem Kulturzentrum von Hasenmoor. Dorfhaus, Feuerwehr und Sportverein haben hier ihre Wirkungsstätten, alles in bestem Zustand.

Geschendorf

Ganz im Osten des Kreises liegt die Gemeinde Geschendorf. An der Sporthalle-Ost begrüßte uns am 1. Juni 2010 Bürgermeister Wacker. Hans Rahlf als ehemaliger Amtsleiter erläuterte auf der Tribüne der Halle die Entstehung und Finanzierung der Halle.

Großenaspe

Über 68 Teilnehmer konnte Bürgermeister Torsten Klinger am 4. Mai 2010 an der Großenasper Schule begrüßen. Zu Fuß ging es über den Kirchhof zur Katharinen Kirche, Hans Mehrens als Dorfchronist stellte die 1771 erbaute Kirche von außen und innen vor.

Bornhöved

Die dritte diesjährige Dorfbegehung fand am 3. Juli 2007 in Bornhöved statt. Mit 39 Teilnehmern war es die bislang bestbesuchte Veranstaltung dieser Art. Bürgermeisterin Helga Hauschildt begrüßte die Teilnehmer auf dem Adolfplatz.

Die Bürgermeisterin hatte Kaffee und Kuchen spendiert. Der Spendentopf wies 100,- Euro auf, sie wurden Herrn Zeretzke als Spende für ein geplantes Denkmal auf dem „Vier“ (Ständeversammlungsstätte 1299 bis 1480) überreicht. In weiteren Diskussionen ging es unter Anderem um die finanzielle Beteiligung des Heimatvereins bei der Erstellung einer Broschüre „Bornhöveder Historienpfad“.

Bimöhlen

Auch die zweite Dorfbegehung am 5.6. in Bimöhlen mit 23 Teilnehmern war für die historisch interessierten Teilnehmer sehr aufschlussreich. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hartmut Opitz wurde bei leichtem Nieselregen ein kleiner Rundgang durchs Dorf gemacht.

Bad Segeberg

Der erste Stadtrundgang fand am 8. Mai in Bad Segeberg statt. Bürgermeister Hans-Joachim Hampel begrüßte die 30 Teilnehmer im alten Rathaus und wies auf die interessanten historischen Bilder von Karl Storch hin.

Blunk

Weil mehrere Stammbesucher unserer Dorfbegehungen am 3. Juni durch andere Termine verhindert waren, konnten wir mit 27 Teilnehmer nicht ganz unser gestecktes Ziel (30 Teilnehmer) erreichten; dennoch waren wir sehr zufrieden.

Es war für alle Teilnehmer wieder ein schöner, wenn auch sehr warmer Tag.

Ellerau

Am Dienstag, dem 6. Mai, war die erste Dorfbegehung für 2008 angesagt. Bürgermeister Exler konnte 35 Heimatvereinsmitglieder begrüßen. Die Besichtigung des Heimatmuseums war für alle ein Erlebnis.

Damsdorf

Zur 16. Dorfbegehung am 5. August 2008 kamen nachmittags 40 Gäste nach Damsdorf. Nach der Begrüßung durch den neu gewählte Bürgermeister Jörn Fischer fuhr man zur alten Mülldeponie.

Bühnsdorf und Bahrenhof

Die 11. und gleichzeitig letzte Dorfbegehung für 2007 fand am 02. Oktober in Bühnsdorf und Bahrenhof statt. Über 40 Teilnehmer konnte Bürgermeister Gerhard Lemburg aus Bahrenhof begrüßen.

Borstel

Am Donnerstag, statt – wie gewohnt am Dienstag – trafen wir uns am 30. August um 16:30 Uhr zur Dorfbegehung in Borstel, einem Ortsteil von Sülfeld.

Boostedt

Am 7. August traf der Heimatverein sich zur Dorfbegehung in Boostedt. Etwa 30 Gäste hatten sich am Gemeindeamt eingefunden.

Fahrenkrug

Die Sorge des 1. Vorsitzenden, dass wegen der Fahrt nach Kappeln nicht genug Teilnehmer kommen würden, erwies sich als unnötig. 48 Teilnehmer versammelten sich um halb drei an der Schule.

Gönnebek

60 Teilnehmer konnte Bürgermeister Knut Hamann am 6. Oktober 2009 auf dem großen Dorfplatz der Gemeinde Gönnebek begrüßen. Nachdem ein Gruppenfoto gemacht worden war ‚ ging es einmal um den Dorfplatz und dann zur Groß-Gärtnerei Beckmann.

Groß Niendorf

Zur 22. Dorfbegehung am 8. September nach Groß Niendorf im Amt Leezen kamen 57 Teilnehmer. Bürgermeister Claus Fahrenkrog, Hans Werner Rickert und Friedrich Hamburg – alles Mitglieder des Heimatvereins führten mit viel Kenntnis durchs Dorf.